Kleinwalsertal
Keine Einheitsliste im Kleinwalsertal

Die Fraktionen im Kleinwalsertal treten bei der Gemeindewahl am Sonntag, 14. März, auf verschiedenen Listen an. Eine «Liste der besten Köpfe» werde es nicht geben, informierten Bürgermeister Werner Strohmaier (FPÖ) und die Fraktionsobleute der anderen Parteien gestern. Zahlreiche Talbewohner hatten laut einer Umfrage eine einzige Liste zur Wahl der Gemeindevertreter im Kleinwalsertal befürwortet (siehe Infokasten).

Zweimal hatten sich die Fraktionen getroffen und diskutiert, ob und unter welchen Voraussetzungen eine gemeinsame Liste umgesetzt werden könne. Aber vor allem habe bis zum Schluss ein Konzept gefehlt, wie die Einheitsliste erstellt werden soll, sagte Strohmaier. «Eine gemeinsame Liste ohne eine schlüssige Vorwahl wäre nicht demokratisch.» Aus dem Grund sei eine Einheitsliste für seine Fraktion nicht umsetzbar. Außerdem wäre es schwierig geworden, einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für alle Fraktionen zu finden.

Strohmaier will 2010 erneut als Bürgermeister antreten.

Um aber den Willen der Walser zu respektieren und Bürgern die Chance zu geben, sich ohne Parteibindung politisch zu engagieren, habe seine Fraktion, die «Walser Bürgerliste FPÖ», einstimmig beschlossen, bei der Gemeindewahl im März als parteifreie Bürgerliste anzutreten. So wolle man auch junge Leute für ein politisches Engagement gewinnen.

Die Bürgerliste und Volkspartei Kleinwalsertal tritt voraussichtlich wieder unter dem gleichen Namen an, gab Fraktionsobmann Andi Haid bekannt. «Der Name ist nur das Etikett.» Dass die Diskussion über die Einheitsliste es schwerer machen könnte, sich von den politischen Kontrahenten abzugrenzen, glaubt Haid nicht: «Das Programm und die Kandidaten machen den Unterschied.» Parteikollege Herbert Fritz betonte, dass auch in ihrer Fraktion politisches Engagement ohne Parteimitgliedschaft möglich sei.

Nur «Die Unabhängige» dafür

Nur die Fraktion «Die Unabhängige (DU)» sprach sich eindeutig für den Vorschlag einer gemeinsamen Liste aus. «Wir sehen auch die Schwierigkeiten bei der Erstellung der Einheitsliste, aber die Vorteile überwiegen», sagte Fraktionsobmann Florian Gmeiner. Eine Einheitsliste biete mehr Chancen für ein politisches Engagement der Bürger.

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