Kein Zuschuss für Bürgerheim-Umbau

Memmingen (hku). - Die von der Stadt verwaltete Dreikönigskapellen-Stiftung wird den Umbau des Bürgerheims zu einem Haus für Demenzkranke (siehe Wortweiser) ausschließlich aus Eigenmitteln finanzieren. Dies hat jetzt der Finanzsenat beschlossen. Hintergrund ist, dass der Freistaat seine Altenhilfe-Zuschüsse gekürzt hat und deshalb auf absehbare Zeit kein Geld für das Memminger Projekt vorhanden ist. Das Bürgerheim befindet sich an der Nonnengasse, unmittelbar neben Frauenkirche und Seniorenheim Bürgerstift. Derzeit sind dort noch Jugendhort, Schulkindergarten und Erziehungsberatungs-Stelle untergebracht. Diese Einrichtungen ziehen in andere Gebäude, um den Umbau des Bürgerheims zu einem Haus für Demenzkranke zu ermöglichen. Laut den Planungen soll das Gebäude durch einen Übergang mit dem Bürgerstift verbunden werden. Zunächst hatte die Stadt die Umbaukosten mit rund 2,6 Millionen Euro kalkuliert. Gemäß den Förderrichtlinien ging man davon aus, vom Freistaat einen Zuschuss in Höhe von 430000 Euro zu bekommen. Im Zuge seiner Sparpolitik hat das Land dann aber die Mittel für die Altenhilfe um rund 17 Prozent gekürzt. 'Damit können zwar die bisher anfinanzierten Bau- und Sanierungsvorhaben weitergeführt, aber keine neuen aufgenommen werden', so Stadtkämmerer Jürgen Hindemit.

Kosten verringert Die Verwaltung stellte daraufhin Überlegungen an, wie das Projekt billiger werden kann. Vor allem durch den Verzicht auf einen geplanten Anbau verringern sich die Kosten auf knapp 2,4 Millionen Euro. Im Bürgerheim entstehen 31 Heimplätze. Der Finanzsenat sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, das Vorhaben auch ohne Gelder des Freistaats anzugehen. 'Das Projekt ist auf alle Fälle zu begrüßen, auch wenn's wegen der fehlenden Zuschüsse schon weh tut', sagte Stadtrat Stefan Gutermann (CSU) in der Sitzung. Beim Bürgerstift wird es, wie berichtet, ebenfalls Veränderungen geben. Hier laufen die Planungen für eine Modernisierung des Seniorenheims, die rund sechs Millionen Euro kostet. Die Bettenzahl wird sich von 168 auf 173 erhöhen. Für dieses Projekt hofft die Stadt auf Gelder aus München. Alle Baumaßnahmen an Bürgerheim und Bürgerstift sollen 2007 abgeschlossen sein. Wenn beide Häuser nach den Arbeiten wieder komplett betrieben werden, erhöhen sich die Heimkosten durch die Investitionen nach einer Berechnung der Stadt um 150 Euro pro Monat. 'Das ist eine Stange Geld. Ich möchte die Verwaltung bitten, sich hier um Einsparungen zu bemühen', sagte Wolfgang Courage (CRB) in der Sitzung. Auch mit den höheren Kosten wäre das Bürgerstift laut Kämmerer Hindemit immer noch das günstigste Haus im Umkreis.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018