Jengen
«Kein starker Eingriff ins Landschaftsbild»

Mit der Abwägung der öffentlichen Einwände zum geplanten Solarpark Eurishofen IV beschäftigte sich der Gemeinderat Jengen bei seiner jüngsten Sitzung. Erst Mitte Dezember hatte das Gremium dieses Verfahren für den ebenfalls auf dem Höhenzug bei Eurishofen geplanten Solarpark III thematisiert.

Wie bereits mehrfach berichtet, will die Gemeinde Jengen einem privaten, ortsansässigen Investor gestatten, westlich von Eurishofen zwei, insgesamt rund 13 Hektar große Freiflächenfotovoltaikanlagen zu errichten. Bei der jüngsten Abwägung der Einwände zum SolarparkIV musste sich die Räte nun jedoch nicht nur mit den Bedenken diverser Behörden und der Nachbargemeinde Germaringen, sondern auch mit den Anregungen zweier Bürger auseinandersetzen.

So bemängelte ein Bürger aus Koneberg in einer der Gemeinderatssitzung vorausgegangenen Anhörung die Blendwirkung, die von Solarparks ausgehen kann. Dies sei zum Beispiel beim bereits bestehenden Solarpark bei Koneberg der Fall. «Außerdem gehen durch den Solarpark weitere Flächen für die Naherholung verloren», so der Koneberger weiter. Ein weiterer Anwohner aus Eurishofen hatte die Gemeinde zuvor bereits in einem Schreiben aufgefordert, «der Verschandelung des Allgäus» Einhalt zu gebieten.

Neben diesen beiden Einzelpersonen hatte sich jüngst auch die Nachbargemeinde Germaringen zum geplanten Vorhaben SolarparkIV geäußert und - wie schon beim Solarpark III - eine Ausweisung strikt abgelehnt. Ihren Beschluss hatten die Germaringer Räte erneut damit begründet, dass die Errichtung der geplanten Freiflächenanlage das Landschaftsbild stark beeinträchtigt. Des Weiteren werde der Landwirtschaft wertvolle Fläche entzogen.

Gebiet bereits «vorbelastet»

Gänzlich anders sah dies Gerhard Abt. «Eine Konzentration der Flächen für regenerative Energien auf dem Höhenrücken entspricht der Zielsetzung der Regierung von Schwaben», argumentierte der Planer. Als ausgewiesene Konzentrationsfläche für regenerative Energien sei das Landschaftsbild am Höhenzug westlich von Eurishofen bereits optisch vorbelastet.

Da die Anlage großzügig mit einer Hecke und Blumenwiese eingegrünt werden soll, sei zudem kein starker Eingriff in das Landschaftsbild gegeben. «Dadurch entstehen dann neue, für Naherholung Suchende interessante Bereiche», so Abt. Eine Blendwirkung, die Anwohner oder Verkehrsteilnehmer stören könnte, sei bei der geplanten Anlage nicht zu erwarten.

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