Kaufbeurer Polizei kommt Trickbetrügern auf die Spur

Kaufbeuren (fro). - Der Polizei Kaufbeuren gelang nach eigenen Angaben ein Schlag gegen eine bundesweit operierende Trickbetrügerbande aus Italien. Nach Ermittlungen der Kaufbeurer Kollegen hat die Polizei in Günzburg unlängst ein mutmaßliches Mitglied der Bande festgenommen. Trotzdem warnt der stellvertretende Kaufbeurer Inspektionsleiter, Karl Höss, vor der Bande, die noch immer aktiv sei und stets nach dem selben Muster vorgehe. Insbesondere ältere Menschen sollten auf der Hut sein. Die Masche sei immer dieselbe: Einer der Täter suche sich ältere Menschen aus und informiere sich durch Nachbarn oder das Namensschild über das potenzielle Opfer, berichtet der ermittelnde Beamte, Reinhard Simon. Dann klingele der Täter und stelle sich als alter Freund vor, wobei er sein Opfer mit dem Vornamen anspreche. So könne schnell ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und umso leichter das Opfer ausgehorcht werden, erklärt Simon. Dem scheinbar alten Freund nötige der Täter dann eine Lederjacke oder eine Handtasche als Geschenk auf.

Kurz vor dem Abschied erzähle er jedoch eine herzerweichende Geschichte, dass er in Geldnöten sei. Im Kaufbeurer Fall angeblich, weil er seinem gehbehinderten Vater in Italien einen elektrischen Rollstuhl gekauft habe. Hier knöpfte der Täter dem Opfer 900 Euro ab und machte sich dann aus dem Staub. Allerdings hatte sich der Betrogene Personenmerkmale, Typ und Kennzeichen des Autos gemerkt und der Polizei gemeldet. Das führte zur Festnahme des Täters, der nun in Untersuchungshaft sitzt. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass eine Gruppe von Italienern für zwei bis drei Monate in das nördliche Baden-Württemberg kommt und sich dort bei einem Großhändler mit billigsten Lederwaren eindeckt. Danach verstreue sich die Gruppe mit ihrer Ware über das gesamte Bundesgebiet auf der Suche nach Opfern. Laut Polizei fahren die Betrüger in Kleinwagen mit italienischen Kennzeichen vor. Falls man angesprochen werde, sollte man sich unbedingt 'Personenmerkmale, Autotyp- und Kennzeichen merken und natürlich die Polizei benachrichtigen', so Höss. Das sei auch im vorliegenden Fall der Schlüssel des Erfolges gewesen.

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