Jury beäugt 121 Maibäume

Memmingen/Unterallgäu (gä). - Jetzt ragen sie wieder in den Himmel - die Maibäume. Mit Bändern, Wappen und Schnitzereien verziert, sind sie weithin zu sehen. Auch heuer riefen die Memminger und die Mindelheimer Zeitung zum Maibaum-Wettbewerb auf. Die Preisrichter bewerteten in sieben Gruppen insgesamt 121 Bäume. Die Jury war besetzt mit Forstbeamten, Vertretern der Landwirtschaft, Heimatpflegern, Politikern und Redakteuren. Die Memminger Zeitung wurde unter anderem repräsentiert von Geschäftsführer Markus Brehm, die Mindelheimer Zeitung von Hans Högel jun., die Memminger Brauerei von Egbert Wolniczak. Die Brauerei stiftet die flüssigen Preise. Als die MZ vor 32 Jahren zum ersten Wettbewerb aufrief, war der Maibaum-Brauch im heimischen Umfeld fast ausgestorben. In den ersten Jahren wurde viel Wert auf die Höhe des Maibaums gelegt. Seinerzeit reklamierten die Forstfachleute in der Jury, dass das eine arge Benachteiligung jener Gemarkungen sei, in denen die Bodenbeschaffenheit die 'Bäume nicht in den Himmel wachsen lässt'. So spielt mittlerweile die Höhe bei der Bewertung eine untergeordnete Rolle. Dennoch waren die Maibäume bis zu 43 Meter hoch. Die Punkte, welche die Jury vergeben kann, resultieren aus der Gestaltung des Stammes (Schnitzereien), Schönheit und Schmuck des Wipfels, Anzahl und Aussehen der Kränze, Sinnbildern am Stamm und Standort des Baums.

Punkte gibt es auch für die Maifeiern. Durchschnittlich 25 bis 35 Personen waren an der Gestaltung eines einzigen Maibaumes beteiligt. In zahlreichen Gemeinden übernahmen Jugendgruppen die oft Wochen in Anspruch nehmende Arbeit. In vielen Kindergärten stellten Erzieherinnen mit ihren Schutzbefohlenen kleinere Maibäume auf. Die Kinder zeichneten, malten und bastelten nach eigenen Einfällen den Schmuck für den Baum. Gefeiert wurde der Beginn des Wonnemonats mit Blaskonzerten, Chorsingen und Bierabenden. In Buxach fand ein Umzug mit der letztjährigen Schützenkönigin statt. Die Jugendfeuerwehr legte dazu historische Uniformen an. In Holzgünz trafen sich die Jurygruppen zum Erfahrungsaustausch. Hauptorganisator Edmund Mikusch von der MZ dankte den Preisrichtern für ihr Engagement. Landrat Dr. Hermann Haisch nannte den Wettbewerb einen erfolgreichen Beitrag zur Brauchtumspflege. Er überreichte Mikusch einen Mini-Maibaum für den Schreibtisch. Wer nun den schönsten Maibaum aufgestellt hat, ist noch nicht geklärt. Die Gewinner werden demnächst bekannt gegeben. Die Preisverteilung findet beim Erkheimer Volksfest am Sonntag, 11. Juli, um 11 Uhr statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018