Jugendliche schaufeln für alte Leute Schnee

Ein etwas sanderes Ferienprogramm in Heimenkirch startet - Heranwachsende sollen sich einsetzen Heimenkirch(dj). Sie sind älteren Leuten beim Einkaufen behilflich, sie machen sich Gedanken über die Dorferneuerung und schauen dem Pfarrer bei seiner Arbeit über die Schulter. Fer AK- eine etwas andere Ferienaktion für Schulkinder, die drei Heimenkircher Mütter ins Leben gerufen haben.

Die Idee kam von Silvana Wesse. 'In den Ferien wird hier im Ort nichts angeboten,' beklagte sich die Mutter zweier Buben. Und von Bastelgruppen hält die gelernte Kinderpflegerin nichts. Ihre Buben seien dafür nicht zu begeistern, meint sie. Zum anderen wollte sie, dass ihre Kinder schon früh lernen, sich ehrenamtlich und sozial zu engagieren. Mit Eva Schnell und Carmen Biggel hatte Silvana Wesse schnell zwei 'Mitstreiterinnen' gefunden, die ähnliche Gedanken hegten. Beim Kaffeeklatsch machten die drei Mütter konkrete Pläne für ihr Projekt. 'Soziales Engagement', 'Gedanken um die Dorfentwicklung' oder auch 'Ehrenämter im Dorf' waren Themen, die aus dem fruchtbaren Gedankenaustausch herauskamen. Noch am selben Nachmittag wurde 'Fer Ak' gegründet, als Abkürzung für Ferienaktion. 'Wir wollen möglichst viele Kinder dazu bringen, sich zu engagieren', erklärt Eva Schnell, die Flugzettel mit Anmeldelisten an der Grund- und Teilhauptschule Heimenkirch verteilte. Zuvor holten sich die drei Frauen die Zustimmung von Bürgermeister Rudi Janisch, der sich von der Idee begeistert zeigte und spontan einen Raum im Rathaus zur Verfügung stellte. Als Treffpunkt- und Diskussionsraum, legten die Frauen fest. Welche konkrete Ferienaktionen bietet Fer Ak an? 'Unser erster Vormittag steht unter dem Motto 'soziales Engagement'', sagt Eva Schnell. Die Frauen begleiten die Kindergruppe ins Alten- und Pflegeheim, wo sie sich als 'Einkäufer für kleine Dinge' anbieten. Auch Schneeschaufeln für ältere Privatleute sei eingeplant. Natürlich alles kostenlos. 'Wir wollen das Bewusstsein der Kinder stärken, auch an die Mitmenschen zu denken,' meint Carmen Biggel. Die Dorferneuerung steht auch auf dem Themenzettel. 'Wie soll die Bahnhofsstraße gestaltet werden?', so die Frage, der mit Hilfe einer Straßenumfrage und einem 'brain storming' nachgegangen werden soll. 'Bestimmten Berufsgruppen, wie Pfarrer, Musiklehrer mal über die Schulter schauen,' lautet ein weiterer Vorschlag. 15 Kinder haben sich für die erste Aktion am Aschermittwoch angemeldet. Flugs wurden weiße T-Shirts mit dem 'Fer Ak' Aufdruck vorbereitet. Eva Schnell: 'Schließlich wollen wir auch erkannt werden'.

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