Josef Unsin tritt gegen Michael Schulz an

Wiedergeltingen | liwe | Mit 90 von 92 möglichen Stimmen wählten die Wiedergeltinger Bürger, die zur Nominierungsversammlung in der Mehrzweckhalle gekommen waren, Josef Unsin zum Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler Wiedergeltingen (FWW) für die Kommunalwahlen am 2. März.

Zuvor hatte der 58-Jährige in einer Rede kurz skizziert, welche Themenkomplexe ihm am Herzen liegen. Als ehemaliger Banker will er sich zum einen auf die Finanzen konzentrieren. Er vermisse bislang eine kurz- und mittelfristige Finanzplanung in der Gemeinde. Auch deutete er an, eine vorsichtige Investitionspolitik betreiben zu wollen, um eine Neuverschuldung der Gemeinde, deren finanziellen Spielraum er derzeit als eng einstuft, zu verhindern. Als Baustellen der Zukunft nannte er unter anderem die Sanierung von Kirchen- und Amberger Straße sowie die Ortsverbindungsstraße nach Türkheim.

Außerdem will Josef Unsin, der 30 Jahre Gemeinderatserfahrung mitbringt, den Begriff der 'Gemeinde' neu prägen. Sie dürfe von den Bürgern nicht als 'Behörde' angesehen werden, sondern als 'Bürgergemeinschaft'.

Max Huber, Vorsitzender der FWW, gab außerdem einen Überblick über die Themen, um die sich die Vereinigung, die derzeit sechs Sitze im Rat hat, in der kommenden Legislaturperiode kümmern will. Dies sei unter anderem ein Verkehrs- und Infrastrukturkonzept. Beim Thema Umgehungsstraße ebenso wie beim Lärmschutzwall an der A 96 wolle man 'realistisch bleiben' und den Sinn und die Machbarkeit dieser Projekte noch einmal auf den Prüfstand stellen. Was die Entwicklung des Ortes anbelangt, so stehen die FWW für ein 'moderates Wachstum', um die Bevölkerungszahlen halten zu können. Weitere Vorhaben sind die Entbürokratisierung sowie die Gewerbeförderung - vor allem im Zusammenhang mit der Erweiterung des Gewerbegebietes. Nach den Programmreden wählten die gut 90 Bürger, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten, in Einzelabstimmung die Liste der Gemeinderatskandidaten. Jeder konnte insgesamt 24 Stimmen und bis zu drei pro Kandidat vergeben. Die Liste umfasst 15 Bewerber, darunter mit Petra Stecher, die bislang für den Bürgerverein im Gremium saß, nur eine Frau. Je drei Diplomingenieure und Landwirte findet man darauf, ansonsten reicht das berufliche Spektrum vom Vorarbeiter bis zum selbstständigen Unternehmer oder Handwerker. Das Alter der Kandidaten liegt zwischen 29 und 58 Jahren, wobei knapp die Hälfte unter 40 Jahre alt ist. Zwei der bisherigen FFW-Gemeinderäte hören auf: Paul Haller und Rita Schmid-Buhmann.

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