Joker spielen gegen direkte Konkurrenz

Kaufbeuren (wes). - Schwere Zeiten erlebt derzeit der Eishockey-Zweitligist ESV Kaufbeuren. Auf dem Eis läuft es schlecht und zudem wurde nun bekannt, dass Trainer Sergej Svetlov in der nächsten Saison nicht mehr an der Bande stehen wird. Trotzdem wollen Team und Trainer den Klassenerhalt auf jeden Fall schaffen. Voraussetzung dafür sind natürlich Punkte. Und die können die Joker heute Abend in Heilbronn (Spielbeginn: 20 Uhr) sowie am Sonntag gegen Bad Tölz (18 Uhr) vor heimischem Publikum holen. Die Ausgangssituation: 'Es ist vielleicht besser für die Mannschaft', kommentiert der derzeit verletzte Stürmer Martin Schweiger den Abgang Svetlovs zum Saisonende. 'Nach einer so langen Zeit ist es für jeden Trainer schwer, ein Team zu motivieren. Trotzdem hat er fünf Jahre lang gute Arbeit geleistet. Persönlich finde ich es schade, dass er gehen wird', so der ESVK-Stürmer. Wann ein Nachfolger präsentiert wird, steht unterdessen noch nicht fest. Am Wochenende stehen zunächst zwei wichtige Spiele an. Die Joker müssen gegen Bad Tölz und Heilbronn punkten. Dies ist aber gar nicht so einfach, denn nach wie vor fehlen wichtige Spieler in den Reihen der Kaufbeurer. Das ist auch ein Grund, warum es in letzter Zeit nicht rund lief, erklärt Svetlov. 'Die wichtigste Position im Spiel ist der Mittelstürmer. Und wir haben eben nur Buddy Smith als wirklichen Mittelstürmer. Roland Timoschuk wird diese Saison nicht mehr spielen können und Ruohola hat noch Trainingsrückstand.' Das Personal: Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Joker-Neuling Kimmo Ruohola. Der Finne hat mit Leistenproblemen zu kämpfen. Ob er am Wochenende auflaufen wird, entscheidet sich erst kurzfristig. Die Reihenaufteilung vom vergangenen Sonntag soll aber bestehen bleiben.

Damit reißt Svetlov abermals die ehemalige 'Paradereihe' auseinander. 'Sie haben in letzter Zeit einfach nicht optimal zusammengespielt.' Somit rutschen Yetman und Smith wieder in die erste Angriffsreihe zu Torsten Rau. Manuel Wintergerst bildet mit Dominik Auger die erste Abwehrreihe. 'Manuel hat gut gespielt. Außerdem passen die beiden gut zusammen. Dominik ist eher offensiv, Manuel eher defensiv in der Verteidigung orientiert', sagt der Trainer. In der zweiten Reihe stehen definitiv Masek und Reimer. Wer bei einem möglichen Ausfall von Kimmo Ruohola der dritte Stürmer sein wird, wollte Svetlov noch nicht entscheiden. Die Gegner: Heilbronn und Bad Tölz nehmen momentan eine Art Sandwich-Position um die Kaufbeurer herum ein. Tölz liegt auf Tabellenplatz zwölf, der ESVK auf der Elf und Heilbronn ist Zehnter. Ein Blick in die Statistik verrät, dass es beim heutigen Gegner, den Heilbronnern, momentan ebenfalls nicht rosig läuft. Drei der letzten vier Spiele gingen verloren, zuletzt unterlagen sie gegen Crimmitschau 2:4. Gegen die Joker gab es für die Mannschaft mit ihrem neuen Trainer Bob Burns in die Saison nur einen Punkt zu holen. (5:4, n. P.; 4:3; 6:3). Bei den Tölzer Löwen dreht sich alles momentan mehr um den Stadionneubau als um die sportliche Leistung. Gerade auswärts konnten sich die Oberbayern nicht mit Ruhm bekleckern. Gegen den Tabellenletzten Weiden gewann die Mannschaft erst im Penaltyschießen, in der Woche zuvor fuhr sie sich gegen Schwenningen eine 3:9-Klatsche ein. Aber auch die Kaufbeurer taten sich gegen die Löwen nicht immer leicht. So gab es für die Jungs um Trainer Svetlov eine Niederlage und einen Sieg. Das dritte Spiel haben die Joker erst im Penaltyschießen für sich entschieden.

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