Ottobeuren
«Jetzt schnell Punkte sammeln»

Etwas mehr als die Hälfte der Bayernliga-Saison ist vorüber. Die Handballer des TSV Ottobeuren haben von den ersten 15 Spielen acht gewonnen und sieben verloren. In der Bayernliga-Tabelle bedeutet dies einen vorderen Mittelfeld-Platz. Unser Mitarbeiter Dominik Prähofer hat TSVO-Trainer Thomas Lang um eine Zwischenbilanz gebeten.

Herr Lang, wie zufrieden sind Sie denn mit dem Zwischenergebnis nach 15 Spielen?

Thomas Lang: Wir sind im Soll, was die Punkte und die Platzierung betrifft. Aber wir müssen versuchen, sehr schnell die Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Fast die halbe Liga kämpft ja gegen den Abstieg. Es ist ja gar nicht sicher, ob am Ende vier, fünf oder sogar sechs Teams absteigen werden.

Worüber konnten Sie sich bislang ganz besonders freuen?

Lang: Die beiden Auswärtserfolge in Rödelsee und in Haunstetten beim Derby waren klasse. Auch der Einsatz meines alten Mitspielers Herbert Tschugg vorletzte Woche war ein Highlight. Vor seiner Leistung muss man den Hut ziehen.

«Kann nur nach vorn schauen»

Was hat Sie bisher gestört, was muss sich ändern?

Lang: Naja, wie jedes Jahr war die Trainingssituation über den Jahreswechsel absolut unzureichend. Über den glatten Hallenboden in unserer Turnhalle habe ich mich ebenfalls geärgert. Der lässt phasenweise kein geregeltes Handballtraining zu. Dass wir zu wenig konstant in unseren Leistungen sind und immer wieder Schwächen in der Defensive zeigen, das wurmt mich schon auch.

Der Abgang von Daniel Berkessel hinterließ eine große Lücke. Ist es gelungen, diese einigermaßen zu schließen?

Lang: Als Trainer kann ich nur nach vorne schauen. Wir haben unsere Positionen etwas geändert. Vor allem Achim Wittlinger spielt auf der von ihm «ungeliebten» Position im linken Rückraum eine starke Saison. Auch die jungen Christian Stumpf und Rückkehrer Joe Erhart haben sich weiterentwickelt. Aber sie brauchen noch Zeit, um die nötige Konstanz in ihre Leistungen zu bringen.

Wie sehen die Perspektiven für den TSVO in der Rest-Saison aus?

Lang: Wir müssen versuchen, schnellstmöglich die erforderlichen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Zu oft haben wir in der bisherigen Runde die Chance verpasst, uns noch stärker abzusetzen. Ich möchte nicht am Saisonende noch auf die Regionalliga schielen müssen, um zu wissen, ob wir gesichert sind.

Am Samstag haben wir ein vorentscheidendes und schweres Spiel in Metten. Darauf konzentrieren wir uns zunächst. Unser Gesamtziel bleibt ein ausgeglichenes Punktekonto am Saisonende.

Gibt es bereits erste Tendenzen, was personelle Veränderungen zur neuen Saison angeht? Werden Sie selbst weiterhin Cheftrainer in Ottobeuren bleiben?

Lang: Die meisten Gespräche wurden mit guten Ergebnissen geführt. Ziel ist es, auch nächstes Jahr eine schlagkräftige Truppe für die Bayernliga aufzustellen und auch weiterhin junge Spieler an dieses Niveau heranzuführen. Auch mit dem Trainergespann haben bereits erfolgreiche Gespräche stattgefunden. Was meine Person betrifft, so sind noch nicht alle Einzelheiten geklärt. Die Tendenz spricht aber für ein weiteres Jahr als Trainer in Ottobeuren.

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