Jetzt red i: Politik reagiert auf Wünsche

Legau (br). - Gleich mehrere Minister und Staatssekretäre hatte das Bayerische Fernsehen aufgeboten, um bei der 'Jetzt red i'-Sendung am Mittwoch Abend die Sorgen und Anliegen der Legauer Bürger mit der Politik zu konfrontieren. Heraus kam viel 'wohlwollende Prüfung' und wenig konkrete Abhilfe. Ratschläge wurden gegeben. Im Einzelfall gibt es jedoch Hoffnung auf Besserung. Nicht zuletzt die angespannte Kassenlage in Bund, Ländern und Gemeinden sorgte für merkliche Zurückhaltung bei den Politikern, als sie in der Bürgersendung des Bayerischen Fernsehens auf Wünsche und Begehren eingingen, die in Legau am 6. April aufgezeichnet worden waren. Die Palette reichte dabei von TÜV-Auflagen für den Iller-Fährmann bis zu Problemen, die sich aus den Kürzungsplänen des Bezirks Schwaben für die Regens Wagner-Einrichtungen in Lautrach ergeben. Iller-Fährmann: Der 'Fischer-Sepp', der seit 1993 mit seinem Alu-Ruderboot Fahrgäste von Schloss Kronburg nach Maria Steinbach schippert, darf sich Hoffnungen machen: Die von ihm bislang alle zwei Jahre abgeforderte TÜV-Prüfung wird künftig möglicherweise nur noch alle vier Jahre anfallen. Selbst die strenge Schifffahrtsordnung erlaube hier 'eine gewisse Flexibilität', stellte Wirtschafts-Staatssekretär Hans Spitzner fest.

Jakobs-Pilgerweg: 'Gemeinde und Landkreis werden sich anstrengen, einen einfachen Kiesweg anzulegen.' Dies versprach Innenminister Günther Beckstein auf die Bitte einer Legauerin, neben dem Teilstück des Jakobus-Pilgerweges, der auf der vielbefahrenen Kreisstraße MN 21 verläuft, wenigstens einen 'Trampelpfad' für die Pilger anzulegen. Jugendräume: Einen 'freistaatlichen Fußboden' versprach Kultus-Staatssekretär Karl Freller nicht, als Jugendliche nach einem pflegeleichteren Bodenbelag für zwei eigenverwaltete Jugendräume verlangten. Wohl aber will er für 25 Euro einen der Stühle kaufen, welche die Jugendlichen im Rahmen einer Aktion selber entworfen hatten. Gentechnik: Kritisch fragte eine Bio-Landwirtin, warum sich Bayern mit seiner kleinräumigen landwirtschaftlichen Struktur für einen Erprobungs-Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bereitfinde. Man wolle mithelfen, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen neben der herkömmlichen und der Bio-Landwirtschaft möglich sei, entgegnete Landwirtschaftsminister Josef Miller. Landwirtschaft: Zuschuss-Mittel flössen einseitig zugunsten der Agrar-Großbetriebe, kritisierte der Leiter eines 22 Hektar umfassenden Familienbetriebes. 'Wir setzen nicht allein auf Größenwachstum', hielt Minster Josef Miller entgegen. Behinderte: Auf dem Rücken der Behinderten würden die Einsparungen beim hoch verschuldeten Bezirk Schwaben ausgetragen, kritisierte Beppo Haller, der Gesamtleiter der Regens Wagner-Einrichtungen in Lautrach. Sozialministerin Christa Stewens riet, die Pflegesatz-Vereinbarungen mit dem Bezirk zu kündigen, um neu zu verhandeln. Schneeräumdienst: 'Ich weiß, dass ich da nicht gut ausschau'', bekannte Innenminister Beckstein freimütig, als er mit Schneeräum-Aktionen konfrontiert wurde, die sich exakt an Landesgrenzen hielten. 'Wir wollen das gut und pragmatisch lösen', sicherte er zu.

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