Jetzt möglich: Schonende Brustkrebsdiagnostik

Memmingen (mz). - Das Klinikum Memmingen ist auf dem Weg zur schonenden Brustkrebsdiagnostik einen bedeutenden Schritt weitergekommen: Dank einer großzügigen Spende des 'Vereins der Freunde und Förderer Klinikum Memmingen e. V.' verfügt die Röntgenabteilung seit kurzem über ein fortschrittliches Instrument zur Gewebeentnahme (Biopsie) in der Brust. Mit Hilfe der Vacuumstanzbiopsie, der so genannten Vacu Flash, haben die Ärzte jetzt die Möglichkeit, auf schonende Art verdächtige Gewebeproben zu entnehmen. Ein operativer Eingriff wird in dieser Phase der Untersuchung überflüssig. 'Der Vacu Flash ist ein deutlicher Fortschritt für unsere Patienten', erklärten die zuständigen Fachärzte des Klinikums, Oberärztin Doktor Jutta Lefarth (Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe) und Oberärztin Doktor Andrea Wohlfahrt (Abteilung Radiologie und Nuklearmedizin). Bisher sei bei Verdacht auf krebsenthaltende Mikroverkalkungen der Brust immer die Operation der nächste Schritt gewesen. 'Jetzt reicht uns eine örtliche Betäubung und ein kleiner Hautschnitt von wenigen Millimetern, um die ersten Proben aus dem krebsverdächtigen Bereich zu entnehmen', schildert Wohlfahrt weiter. Die Patienten können bereits wenige Stunden nach dem Eingriff das Klinikum wieder verlassen. Die feingeweblichen Untersuchungen ergeben nach einer engen Zusammenarbeit der Fachabteilungen Gynäkologie, Radiologie und Pathologie, ob und in welchem Umfang zusätzlich operative Eingriffe notwendig sind. Der Vacu Flash hat ein Griffstück, an den sich die Nadel anschließt. Ein Mikroprozessor steuert unter anderem das Vakuum in dem Nadelsystem. Da der Vacu Flash in der Regel nach einem Bruströntgen, dem ersten Schritt der Untersuchung, zum Einsatz kommt, ist die Lage des verdächtigen Mikrokalks auf den Bildern bekannt. Die Nadel kann zielgenau (stereotaktisch) zum Einsatz kommen und die Proben entnommen werden.

Überzeugende Ergebnisse Die erste Bilanz des Vacu Flash sei überzeugend, für Patienten und Ärzte, so die verantwortlichen Mediziner. Von den rund 140 im Jahr durchgeführten Biopsien seien etwa 30 an der Brust erfolgt. 'Zukünftig können wir einen noch größeren Anteil dieser Gewebeuntersuchungen ohne Operation durchführen', weiß Doktor Wohlfahrt. 'Die Akzeptanz und Zufriedenheit der betroffenen Patienten ist sehr hoch.'

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