Seeg / Ostallgäu
Jetzt fehlen noch 250 Meter

Auch wenn noch rund ein Jahr bis zur endgültigen Fertigstellung vergehen wird: Die Arbeiten an den letzten beiden Spuren der A7-Talbrücke bei Enzenstetten laufen laut Autobahndirektion Südbayern «absolut nach Plan». Von der 557 Meter langen Nord-Querung übers Brunnenmoos sind inzwischen rund 400 Meter betoniert. «Wenn die Temperaturen nicht unter minus fünf Grad fallen, wollen wir den Winter über durcharbeiten», erläutert A7-Projektleiter Ralf Eisele. Seit Anfang September rollt der Verkehr eingeschränkt über die Brücke. Spätestens im November 2010, eventuell früher, soll das 25 Millionen Euro-Bauwerk dann vierspurig befahrbar sein.

Betonieren mit dreierlei Technik

Nach wie vor stellt die aufwendige Konstruktion aus Stahl und Beton die ausführenden Firmen vor eine anspruchsvolle Aufgabe - wird an der Talbrücke doch mit dreierlei Techniken betoniert. Dabei rücken die Arbeiter der Lücke von beiden Seiten zuleibe - auf der westlichen Seite, aus Richtung Kempten, wird inzwischen ohne Bodenkontakt gewerkelt, um das darunterliegende Brunnenmoos möglichst wenig zu schädigen. Mehr Arbeiter einzusetzen, um schneller voranzukommen, das mache «bei diesem komplexen Bauwerk keinen Sinn», betont der Leiter der Autobahndirektion Kempten, Michael Kordon.

«Die einzelnen Abschnitte müssen exakt verzahnt werden, da bringen uns mehr Leute nicht wirklich weiter.» Auch nächtliches Durcharbeiten sorge nur für vergleichsweise wenig Zeitgewinn, erläutert Bauleiter Peter Romanesen: «Die Männer fehlen dann tagsüber.»

Mehr Tempo als zu Beginn

Dennoch mache man bei den noch fehlenden Fahrspuren inzwischen mehr Tempo als zu Beginn, so Romanesen. Denn die Abläufe seien eingespielter und man könne im Gegensatz zu vorher auf fertige Gerüstkomponenten zurückgreifen. «Außerdem haben wir dazugelernt», ergänzt Romanesen. Etwa beim nachträglichen Verdichten des Betons, mit dem das Innere der Stahlträger ausgegossen wird.

Inzwischen ragen an der Talbrücke nur noch fünf der 14 provisorischen Betonstützen in die Höhe. Sie werden Zug um Zug abgetragen und noch an Ort und Stelle zu Schutt zerkleinert. Das Erdreich für die noch ausstehenden Böschungen an den Enden der künftigen Fahrspuren kommt übrigens aus dem Bereich Nesselwang-Lachen - genauer gesagt vom früheren Autobahnende: Die bis zu zehn Meter hohe Rampe dort wird erst nach Abschluss der Brückenarbeiten ganz abgetragen, und das Material weiter östlich wieder aufgeschüttet.

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