Fischen / Schöllang
Jetzt doch: Mast auf Burghügel im Gespräch

Neue Bewegung ist in die Diskussion um den Mobilfunkmast Fischen gekommen: Im Gespräch ist nun ein Mast südlich der Schöllanger Burg - eine Varian-te, die wohl sowohl für die Gemeinde Fischen als auch für die Bürgerinitiative Schöllang tragbar wäre. Der Standort selbst ist nicht zum ersten Mal im Gespräch: Bereits 2007 hatte man ihn in Erwägung gezogen, dann aber wieder verworfen, weil wohl die Erschließungskosten für die Mobilfunkbetreiber hier relativ hoch gewesen wären.

Eigentümer müsste zustimmen und Markt Baurecht schaffen

Untersucht werden muss jetzt, ob dort ein Standort für die Mobilfunkbetreiber machbar und akzeptabel wäre. Zustimmen müsste die Kirche als Eigentümer, und die Marktgemeinde Oberstdorf müsste Baurecht schaffen. Fischens Bürgermeister Edgar Rölz betonte: «Es geht um das Thema Strahlenminimierung - für die Bürger in Fischen und Oberstdorf.» Wie Untersuchungen gezeigt hatten, wären die Werte im Bereich des Burgbergs für beide Gemeinden am niedrigsten. Die Schwierigkeit: Das Gebiet liegt auf Oberstdorfer Gemarkung.

Doch da wollen die beiden Gemeinden nun zusammenarbeiten. Wie Bürgermeister Laurent Mies gegenüber der Zeitung gestern mitteilen ließ, sei es das Ziel, zum Wohl der Bürger in Fischen und Oberstdorf einen Standort mit möglichst emmissionsminimierten Werten zu finden. Vertreter der Bürgerinitiative Schöllang bestätigten bereits bei der Bürgerversammlung in Fischen: «Wir sind bei einem Standort südlich der Burg dabei.»

Fischen hatte schon vorab der Marktgemeinde sämtliche vorhandenen Untersuchungsergebnisse zukommen lassen. Gestern hat nun Oberstdorf dem Experten Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München den Auftrag erteilt, einen geeigneten Standort südlich der Burg zu suchen und zu untersuchen.

Bis Mitte Januar, so der Wunsch im Oberstdorfer Rathaus, sollen Daten der Mobilfunkbetreiber und gegebenenfalls ein entsprechender Bauantrag vorliegen. Dann soll das Thema so schnell wie möglich im Marktgemeinderat behandelt und Baurecht geschaffen werden.

Grundeigentümer ist dort die katholische Kirche. Oberstdorfs Pfarrer Peter Guggenberger war selbst nicht bei der Bürgerversammlung in Fischen, erklärte aber auf unsere Nachfrage: Die Kirche lehne nicht jeden Standort auf dem Burghügel ab; ein Standort südlich der Burg sei vielleicht möglich.

Fischens Bürgermeister Edgar Rölz betont indes: «Wir sind um jeden Standort südlich der Burg dankbar.» Wenn aber im ersten Quartal keine Entscheidung falle, werde Fischen die Notbremse ziehen. Immer wieder hatte Rölz in der Vergangenheit betont: Das Provisorium nahe der Schule in Fischen mit einer Strahlung von 36 Milliwatt pro Quadratmeter werde 2010 abgebaut.

Ein alternativer Standort nordöstlich von Schöllang

Ein alternativer Standort ließe sich rasch verwirklichen - der sogenannte «U04b» im Wald nordöstlich von Schöllang. Dort allerdings würden die prognostizierten Strahlenwerte bei einer Nutzung durch vier Betreiber bei bis zu 13 Milliwatt pro Quadratmeter liegen. Sie wären damit wohl etwa zehnmal so hoch wie am Burghügel, aber dennoch wesentlich niedriger als beim bestehenden Provisorium.

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