Jengen
Jengen setzt weiter auf Solar

Die Gemeinde Jengen setzt weiter auf Solarenergie. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates billigten die Mitglieder einen neuen Bebauungsplan für eine weitere Solarfläche südwestlich von Eurishofen. Gleichzeitig stimmten sie der dazu nötigen Änderung des Flächennutzungsplans zu. Die Größe dieser neuen Solaranlage umfasst rund 4,4 Hektar, offiziell trägt sie die Bezeichnung «Solarpark Eurishofen 3».

Doch damit nicht genug: Darüber hinaus sollen etwas weiter nördlich der bereits bestehenden Solarfläche «Solarpark Eurishofen 1» weitere Module aufgestellt werden: Auf einer Fläche von 8,78 Hektar entsteht dort der «Solarpark Eurishofen 4». Auch hier stimmte der Gemeinderat für eine Änderung des Flächennutzungsplanes und fasste den Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan.

Für den «Solarpark Eurishofen 3» wägten die Gemeinderäte bereits die Einwände ab, die in einem sogenannten frühzeitigen Beteiligungsverfahren eingegangen waren. Privatleute hatten sich laut Bürgermeister Franz Hauck nicht für die neue Planung interessiert: «Es war keiner da, der auch nur einen Blick darauf geworfen hätte», sagte der Bürgermeister.

Diverse Ämter und Behörden hatten hingegen durchaus ihre Anregungen vorgebracht, erläuterte Planer Gerhard Abt.

Vor allem die Gemeinde Germaringen hatte für das überplante Gebiet direkt an der Gemeindegrenze eine «Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und einen Flächenentzug für die Landwirtschaft» befürchtet. Dem jedoch entgegnete Abt mit dem Argument, dass das Gebiet «voll mit den Zielen der Raumplanung übereinstimmt».

«Ganz auf dieser Linie»

Auch Bürgermeister Hauck meinte, es sei vom Gesetzgeber «ja so gewollt, dass wir Konzentrationsflächen für erneuerbare Energien ausweisen. Mit Eurishofen 3 liegen wir ganz auf dieser Linie.

» Auch der Flächenentzug für die Landwirtschaft betrage laut Planer Abt lediglich 0,13 Prozent der gesamten Gemeindefläche, was durchaus zu vertreten sei.

Diverse weitere überwiegend redaktionelle Änderungen sollen nun in den Plan von «Eurishofen 3» eingearbeitet werden, ehe er erneut öffentlich ausgelegt wird. Dann besteht nochmals die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. Läuft alles so, wie der private Bauherr es derzeit plant, könnten bereits im Frühjahr die ersten Module aufgebaut werden.

Die Pläne von «Eurishofen 4» werden nun ebenfalls an die beteiligten Behörden und Ämter versandt und in der Gemeinde ausgelegt. Im «frühzeitigen Verfahren» können dann ebenfalls Bedenken und Einwände vorgebracht werden. Bauherr dieser Solaranlage ist ebenso wie bei «Eurishofen 3» ein ortsansässiger Investor.

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