Jamie Bartman hat immer noch ein Auge auf die Kemptener Kufenflitzer

von andreas pfeffer | Buchenberg 'Man kann der Situation auch etwas positives abgewinnen. Jetzt habe ich mehr Zeit, um mich um die Familie zu kümmern', beschreibt Jamie Bartman seine derzeitige Situation. Der 45-Jährige lebt seit Jahren in Buchenberg, ist in der Region aus der Zeit bei der ehemaligen EA Kempten bestens bekannt und derzeit auf der Suche nach einem Job. Im Dezember wurde er beim DEL-Verein Ingolstadt Panther als Co-Trainer entlassen.

Lange ist es her, das der damals 23-Jährige die Schlittschuhe für die damalige EA Kempten schnürte. Vor der Saison 1986/87 wagte er von seinem Uni-Team in Edmonton den Schritt nach Europa und erlebte in Kempten auf Anhieb eine turbulente Saison. Nach vielen sportlichen Misserfolgen sprang der Kanadier mit seinem damaligen Mannschaftskameraden Ken Petrash als Trainer ein, konnte den Abstieg aber auch nicht mehr verhindern. Nach der Saison stellte die EAK einen Insolvenzantrag. Bartmans Kurz-Karriere in Kempten war beendet.

Überrascht vom Rausschmiss

Nicht beendet war aber seine Karriere als Spieler in Deutschland. Schweinfurt, Kassel, Ratingen und Bremerhaven waren seine weiteren Stationen. Im Jahr 2000 wechselte der in Medicine Hat (Alberta) geborene Kanadier auf die Trainerbank und feierte Erfolge wie 2002 die Meisterschaft mit REV Bremerhaven in der 2. Bundesliga.

Die letzten vier Jahre arbeitete er bis zur Entlassung in Ingolstadt. 'Ich war schon überrascht über den Rausschmiss, aber der Verein wollte nach dem verpatztem Saisonstart etwas ändern', vermutet Bartman. Auf die faule Haut hat er sich aber nicht gelegt. Weiterbildung und das Pflegen von Kontakten stand auf dem Programm. 'Ich sehe mir viele Eishockeyspiele an', sagt er.

Weg nach oben nicht finanzierbar

'Ganz egal ob DEL, zweite Liga oder Oberliga. Ein Freund ist Trainer in Augsburg, da schaue ich ab und zu vorbei', so Bartman weiter. Vergessen scheint er in Eishockey-Kreisen noch nicht zu sein. 'Es gab Kontakte zu einigen Vereinen. Der Richtige war bislang nicht dabei.'

Er hat immer noch ein Auge auf das regionale Eishockey. Den Allgäuer Oberligisten ESV Kaufbeuren und EV Füssen attestiert er 'eine gute Saison'. Die Lage im Allgäuer Eishockey betrachtet er eher zwiespältig. 'Die Förderung des Nachwuchses in gut. Am Beispiel von Füssen und Kaufbeuren sieht man aber auch, dass nur beschränkt Sponsoren da sind. Der Weg nach ganz oben ist nicht zu finanzieren.'

Zu früheren EAK-Kollegen, wie Hans-Peter Brugger oder Alexander Berchtold, hat Bartman weiter einen guten Draht. Sein 12-jähriger Sohn spielte bis vergangen Saison bei den Knaben des TSV Kottern, nun in Füssen. Warum es im Kemptener Eishockey trotz des Aufstiegs des ESC (siehe nebenstehender Bericht) seit langem schon nicht mehr so gut läuft, kann sich Bartman nicht so richtig erklären. 'Irgendwie ist es schwierig, hier Eishockey zu etablieren. Das Stadion ist in Ordnung. Genügend Leute würden auch hier wohnen, um etwas aufzubauen.'

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