Kaufbeuren / Irsee
Irsee sichert sein Gedächtnis

In einem Panzerschrank unter dem Dachboden des Bürgerhauses in Irsee (Ostallgäu) sowie auf 17 laufenden Metern ist nun das offizielle «Gedächtnis der Gemeinde» untergebracht. Die Historikerin Gerlinde Hantschel, ehrenamtliche Archivpflegerin für den Landkreis Ostallgäu, sortierte, registrierte und archivierte mit der Irseerin Angelika Nefzger rund ein Jahr lang den Bestand der politischen Gemeinde. In den vergangenen fünf Jahren haben 23 der 45 Gemeinden im Ostallgäu ihr Archiv ordnen lassen. Irsee ist nun die 24., was bei dem historischen Hintergrund der Gemeinde auch notwendig ist: Der Gründername Ursin geht auf die Römerzeit zurück und 980 wird er erstmals erwähnt. 1185 wird dann der Vorläufer des Benediktinerklosters gegründet, das späterhin über 600 Jahre die Geschicke der Region mitbestimmte.

Zwar sind viele Materialien aus der Ortsgeschichte in den staatlichen und kirchlichen Archiven in Augsburg zu finden, doch das neuzeitliche Archiv der Gemeinde blieb unsortiert.

Dabei hat jede Gemeinde nach dem Gesetz - wie alle Behörden oder öffentliche Einrichtungen - «archivwürdige Unterlagen, die für wissenschaftliche Forschung oder zur Sicherung berechtigter Belange von Betroffenen oder für Zwecke der Rechtsprechung oder Verwaltung von bleibendem Wert sind, zu erfassen, zu sichern und nutzbar zu machen», erläutert Manfred Huber vom Landratsamt Ostallgäu. «Wir wollten auch deshalb Kulturgüter erhalten und Informationen sichern», erklärt Irsees Bürgermeister Andreas Lieb.

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