Investor plant riesigen Solarpark

Pforzen | oll | Die erste Gemeinderatssitzung in Pforzen im neuen Jahr deutet auf ein an Investitionen reiches Jahr hin. So gibt es unter anderem konkrete Pläne eines Investors, zwischen der Abfallsortieranlage und dem Kieswerk auf Pforzener Flur einen 35 Hektar großen Solarpark zu errichten. Bürgermeister Max Haug berichtete, das Vorhaben auf der Hochebene östlich der Abfallsortieranlage sei in nichtöffentlicher Sitzung beraten worden. Angesichts der Größe der Anlage von 35 Hektar solle über eine Größenbeschränkung nachgedacht werden.

Ohnehin sei der Flächennutzungsplan, der an gleicher Stelle ein zehn Hektar großes 'Sondergebiet Windkraft' vorsieht, zu ändern und ein Bebauungsplan zu erstellen. Es lägen bereits Angebote von Grundstückseigentümern vor, die bereit seien, ihre Flächen für 20 Jahre an die Solarpark-Betreiber zu verpachten. Weitere Angebote würden erwartet, sagte er. Haug wies darauf hin, dass nur eine kompakte und fest umrissene Fläche in Frage komme, die sich an dem 'Sondergebiet Windkraft' zu orientieren habe. Auf Anfrage von Zweitem Bürgermeister Werner Paschke entgegnete Haug, solche Solaranlagen seien nicht privilegiert und machten Ausgleichsflächen erforderlich.

Josef Kling gab zu bedenken, dass durch den Energiepark Pforzens wertvolle Ackerböden für die Landwirtschaft verloren gingen. Wegen der lukrativen Pachteinnahmen befürchte er weitere Anträge. Ferner solle man sich darüber klar werden, welche Umweltschäden etwa starker Hagel anrichten könne. Herbert Hofer sagte, alternative Energien seien politisch gewollt. Man solle die Größe der Anlagen aber beschränken, denn durch den lukrativen Pachtzins würden landwirtschaftliche Nutzflächen rar. Alois Stöckle bemerkte, Anlagen dieser Art trügen zu Preiserhöhungen für die Allgemeinheit bei und brächten die aktiven Landwirte 'in die Zwickmühle'. Fragen solle man sich auch, 'wie unser schönes Allgäu in Zukunft aussieht. Solarparks wären in anderen Regionen besser aufgehoben.' Der Transport von elektrischem Strom über weite Strecken sei heute ohne große Verluste machbar.

'Alles richtig', entgegnete Haug. 'Hinter dem Antrag stehen natürlich wirtschaftliche Interessen', so der Bürgermeister weiter. Verantwortlich für die 'Veränderungen im schönen Allgäu' seien die Grundstückseigentümer, die bereit seien, ihre Ländereinen zu verpachten. Aufgabe der kommunalen Mandatsträger sei es, abzuwägen und das richtige Maß zu finden. Das Thema werde bei der nächsten Gemeinderatssitzung wieder auf der Tagesordnung stehen. Ferner werde demnächst zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

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