Integrative Gruppe ab September in Aitrang

Aitrang(wu). - Der Sozialausschuss des Bezirks Schwaben hat einer integrativen Gruppe im Kindergarten der Gemeinde Aitrang grünes Licht erteilt. Bislang waren dort zwei Kinder mit Behinderung in Einzelintegration betreut worden. Ab September kann der Kindergarten nun drei bis fünf Kindern mit besonderem Förderbedarf einen Integrationsplatz anbieten. Kindergartenleitung, Gemeinde und Eltern hatten sich intensiv um die Einrichtung einer integrativen Gruppe bemüht. Im Landkreis Ostallgäu gibt es rund zehn Kindergärten die eine integrative Gruppe oder Einzelintegration anbieten. Bereits vor einem Jahr hatte die Kindergartenleitung eine integrative Gruppe beantragt, doch der Bezirk genehmigte nur die Einzelintegration, sagt Kindergartenleiterin Luise Sieber. Seitdem sind zwei Kinder mit Behinderung in der 19-köpfigen Gruppe. Wegen der intensiveren pädagogischen und pflegerischen Betreuung kümmert sich neben einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin auch Heilerziehungspflegerin Gabriele Niedermayer um die Mädchen und Buben.

Zuschuss vom Bezirk Niedermayer ist derzeit zehn Stunden in der Woche da. Ab September wird sie länger arbeiten. Ihre Stelle und die einer weiteren pädagogischen Kraft wird dann vom Bezirk ab einer Arbeitszeit von 25,5 Stunden bezuschusst. Auch an den Kosten für Therapiematerial, Ausstattung und Fortbildung beteiligt sich der Bezirk. Drei, möglicherweise vier Kinder mit besonderem Förderbedarf werden ab September in der integrativen Gruppen betreut. Die Gruppenstärke wird 15 Kinder betragen. Die Erfahrungen mit der Einzelintegration sind nur positiv, sagt Sieber. Sie stoße auf großes Verständnis bei den Eltern und zeige bereits erste Erfolge. Die Kinder mit Behinderung seien voll integriert. So lernen die Kinder zusammen mit Heilerziehungspflegerin Niedermayer gebärdenunterstützende Kommunikation. Damit verständigen sie sich mit einem Jungen, dessen Sprachentwicklung verzögert ist. 'Die Gebärden fließen einfach in den Alltag ein', weiß Niedermayer. Einmal in der Woche kommt eine Sozialpädagogin der Frühförderstelle Marktoberdorf in die Gruppe. Sie beschäftigt sich jeweils eine Stunde lang mit den Integrationskindern. Zudem berät sie Gruppenleiterin Marianne Albrecht und ihr Team. 'Wir sprechen über den Entwicklungsstand des Kindes und darüber, wie positive Lernerfolge erarbeitet werden können', sagt Albrecht. Der Kooperationsvertrag mit der Förderstelle gilt auch für die integrative Gruppe. Die Kosten tragen dann nicht mehr das Landratsamt und die Gemeinde sondern der Bezirk. Marianne Albrecht und ihre Kolleginnen machen derzeit eine Weiterbildung zur so genannten Fachkraft für Integration. Leiterin Sieber lobt das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen, die sich im Neuland Einzelintegration schnell zurechtgefunden hätten.

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