Initiative Fuchstal-Bahn hat die Jugend im Visier

Fuchstal/Dornstetten (hoe). - Vor fast genau 20 Jahren, im Juni 1984, wurde der Personenverkehr auf der Strecke von Landsberg nach Schongau eingestellt. Die Initiative 'Fuchstal-Bahn' bemüht sich heuer nun, die Bahn in mehreren Aktionen der Jugend näher zu bringen. Zudem setzt der Verein auf den Erhalt der Streckenanlage und der Gebäude, um auf eine 'langfristig zu erwartende Reaktivierung' vorbereitet zu sein. Besprochen wurden diese Punkte bei einer Zusammenkunft in Dornstetten, die unter dem Leitthema 'Jugend und Bahn' stand. Bei derartigen monatlichen Sitzungen und Stammtischtreffen wollen der Vorstand, Mitglieder und Freunde der Fuchstalbahn auch künftig die Aktivitäten koordinieren und sich an verschiedenen Orten der Öffentlichkeit präsentieren. Gemeinsam mit dem Fuchstaler Jugendpfleger Moritz Hartmann und der Unterdießener Bürgermeisterin Monika Groner wurde in Dornstetten ganz speziell das nächste Vorhaben, die Organisation eines 'Discozugs' im Sommer dieses Jahres, besprochen. Die Initiative, vertreten durch den Vorsitzenden Tyll-Patrick Albrecht, seinen Stellvertreter Michael Weberschock und Schatzmeisterin Marion Albrecht, will sich dabei um die Bereitstellung und den Betrieb des Transportmittels kümmern. Moritz Hartmann wird sich in Zusammenarbeit mit örtlichen Jugendgruppen um Aktionen an Bahnhöfen oder Haltepunkten kümmern. Verbunden wird diese 'Discofahrt' mit einem Ausflugsverkehr am selben Tag. Gedacht ist heuer auch an die Durchführung eines 'Schulwandertages' mit der Fuchstalbahn. Diesen hatte man zwar bereits 2003 zusammen mit dem Landsberger Lehrerarbeitskreis 'Umwelterziehung' weitgehend geplant, die Verwirklichung war letztlich aber an organisatorischen Problemen gescheitert, die man mittlerweile ausgeräumt habe, so Tyll-Patrick Albrecht. Der Verein hofft zudem, durch die Stationierung eines Zuges in unmittelbarer Nähe Kosten zu sparen und bereits ab 2005 das Angebot an Sonderfahrten auf der Strecke verstärken zu können. Angedacht sei dann auch ein regelmäßiger Ausflugsverkehr an Sonntagen im Sommer.

'Bedarf wächst ständig' Langfristig, darunter verstehe man einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren, setze die Initiative 'Fuchstal-Bahn' weiterhin auf die Wiederaufnahme des Personenverkehrs. Denn der Bedarf für ein öffentliches Verkehrsmittel mit guter Anbindung nach München und Augsburg wachse durch den im Zusammenhang mit dem B17-Ausbau zu erwartenden Siedlungsdruck ständig. Es sei zudem ein 'betriebswirtschaftlicher Wahnsinn', Züge in Landsberg und Schongau warten zu lassen, anstatt sie auf die Fuchstalstrecke zu schicken, meint Albrecht. Um für diesen 'Tag X' vorbereitet zu sein, betrachten es die Eisenbahnfreunde deshalb als ein vorrangiges Ziel, die Strecke und die damit verbundenen Einrichtungen und Gebäude in Schuss zu halten. Besondere Sorgen bereitet derzeit der schlechte Zustand des Bahnhofs in Denklingen. Für den Erhalt der gefährdeten Bausubstanz will sich der Verein in nächster Zeit besonders stark machen. Zum 'zweiten Sorgenkind' entwickeln könnte sich für die Initiative der Bahnhof in Unterdießen. Denn dessen Verkauf treibt die Bahn nach Aussage von Bürgermeisterin Monika Groner mit Nachdruck voran.

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