Füssen / Hopfen am See
Info-Pavillon soll Ende Mai stehen

Die bisherige Tourist-Information in Hopfen am See hat bald ausgedient: Wie bereits berichtet, hat die Stadt Füssen das Gebäude, in dem sich auch ein Café befindet, verkauft. Bis längstens Ende Mai wird die Anlaufstelle für Touristen dort noch ansässig sein - dann soll sie in einen neuen Info-Pavillon umziehen, der nur wenige Meter davon entfernt entsteht. Die entsprechende Weichenstellung nahm der Füssener Bauausschuss bei seiner Sitzung am Dienstagabend vor.

Die Tourist-Information in Hopfen hat mit zwei Problemen zu kämpfen: Momentan befindet sie sich im ersten Stockwerk - für gehbehinderte Besucher ist sie nicht leicht zu erreichen. Zudem gab es immer wieder Probleme mit den im Gebäude befindlichen öffentlichen Toiletten.

Altbau wird erweitert

Nun hat die Stadt das Gebäude verkauft. Der neue Eigentümer will es erweitern: Es soll etwa zwei Meter höher werden. Die Fläche des Cafés im Erdgeschoss wird vergrößert, darüber entstehen zwei Wohnungen. Dieser Bauvoranfrage stimmte der Ausschuss zu.

Mit öffentlichen Toiletten

Grundsätzlich zufrieden waren die Mitglieder des Gremiums auch mit dem künftigen Info-Pavillon, der in unmittelbarer Nachbarschaft der bisherigen Tourist-Information entstehen wird. Zumal er ebenerdig und damit auch barrierefrei ist. Darüber hinaus entstehen hier öffentliche Toiletten - zur Freude von Bürgermeister Paul Iacob. Denn: «Ich durfte einmal eine Bürgerversammlung erleben, bei der es zwei Stunden um öffentliche Toiletten ging - das schien die Kernfrage Hopfens zu sein.» Er hofft nun, solche Debatten in Zukunft nicht mehr führen zu müssen.

Waagrechte «Brettla» missfallen

Allerdings war der Bauausschuss nicht zu 100 Prozent mit der Planung des Pavillons einverstanden. Gerade an der Südseite des Neubaus - zur Uferstraße hin - mäkelten Franz Nagel (CSU), Magnus Peresson (UBL) und Dr. Martin Metzger (Bürger für Füssen) herum. Sie wirke zu geschlossen, sie müsse transparenter gestaltet werden, forderte Nagel. Er sehe zwar auch die vielen Vorteile des Neubaus, «doch persönlich finde ich ihn potthässlich», sagte Metzger. Die waagrechten «Brettla» an der Fassade monierte wiederum Peresson. Einige Lacher erntete Bürgermeister Iacob mit seiner Erwiderung, dass man sich bei der «Quer-Verbretterung» am Haus von Metzger orientiert habe. Allerdings schob der Bürgermeister gleich hinterher, dass man die Anregungen prüfen wolle. Sie dürften jedoch keine zusätzlichen Kosten verursachen.

Denn derzeit macht die Stadt durch den Verkauf des Gebäudes mit der bisherigen Tourist-Information abzüglich der Baukosten für den Pavillon noch einen Überschuss. Und das soll so bleiben.

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