In Sachen Heimat ständig auf Achse

Pfronten (dim). - 'Vielleicht sollten wir in Zukunft unsere Jahresversammlung im Dezember halten, da sind die Straßen frei', sagte Bertold Pölcher in Anspielung auf die heftigen Schneefälle im Frühjahr. Im Übrigen merkte man bei der Generalversammlung des Pfrontener Heimatvereins deutlich, dass Mitglieder und Vorstandschaft die Formalitäten als notwendiges Übel ansehen und sich viel lieber mit Heimatforschung und -pflege beschäftigen. So wurde die Vorstandschaft zügig im Amt bestätigt, um unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges ausführlich heimatrelevante Themen zu diskutieren. Schriftführer Martin Hörmann verlas das Protokoll der vorangegangenen Jahresversammlung, ehe Vorsitzender Bertold Pölcher in seinem Bericht auf die leicht gesunkene Mitgliederzahl hinwies. Auf Grund des sehr moderaten Mitgliedsbeitrages sollte es seiner Meinung nach durchaus möglich sein, wieder neue Mitglieder zu gewinnen. Er selbst sei wieder das ganze Jahr über sehr viel unterwegs gewesen, so der Vorsitzende weiter. Immer wieder fielen wegen Kleinigkeiten Fahrten an, besonders auch für Beratungen und Betreuung der heimatkundlichen Sammlung. In diesem Zusammenhang bedankte sich Pölcher bei den beiden 'sehr aktiven Helfern' Inge Brenner und Herbert Dicknether. Nach wie vor suche man für die Sammlung Gegenstände aus der Zeit, als Geräte noch von Hand gemacht wurden, also Objekte, die 100 Jahre oder älter seien. Der Dank des Vorsitzenden ging auch an Franz Randel für seinen immensen Einsatz bezüglich der Pfrontener Flurkreuze. Andeutungen über ein abzusehendes Ende der Arbeit dementierte Randel jedoch energisch: 'Da fällt noch einiges an'.

Vieles elektronisch gespeichert Mit Abstand die Hauptarbeit, so Pölcher, habe die heimatgeschichtliche Forschung erfordert. 'Alles ist sehr zeitaufwändig, ich schaffe das nur, weil ich viel Material schon elektronisch gespeichert habe. Im Herbst werde ich übrigens eine Vortragsreihe über Amtmänner in Pfronten, Steuerbücher, Kataster und Kirchenbücher bei der Volkshochschule veranstalten.' Pölcher bedankte sich bei allen Mitgliedern, die bei den vielfältigen Aktivitäten des Heimatvereins geholfen haben. Besonderes Lob ging an Manfred Hartmann und Hans Peter Haslach, die 'innerhalb von acht Tagen das Programm für den Großen Hoigarte aus dem Hut gezaubert haben'. Der Kassenbericht von Hans Häckel wies ein Plus aus. 'Wir können stolz darauf sein, dass wir unsere Vereinszeitschrift ohne Zuschüsse finanzieren', so der Schatzmeister. Nach der einstimmigen Entlastung der Gesamtvorstandschaft wurden die Neuwahlen zügig und ohne Gegenstimmen abgewickelt: 1. Vorsitzender Bertold Pölcher, 2. Vorsitzender Philipp Trenkle, Kassier Hans Häckel, Schriftführer Martin Hörmann, Beisitzerin Johanna Brunhöfer. Ausschussmitglieder sind Hans Peter Haslach und Manfred Hartmann. Pölcher und Häckel betonten dabei, dass sie nach 30 Jahren im Amt bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren werden. Tourismusdirektor Jan Schubert bedankte sich im Namen von Pfronten Tourismus für die Betreuung der 'faszinierenden geschichtlichen Sammlung' im Heimathaus aus. Das Thema Burgen werde im Tourismus weiter thematisiert. Bezüglich Hammerschmiede und Kalkofen äußerte Schubert die Bitte nach einer deutlicheren Präsentation für die Gäste. Anlässlich einer Wortmeldung hielt zum Vergnügen der Mitglieder Vorsitzender Pölcher einen improvisierten Vortrag über die geschichtlichen Wurzeln der ältesten Pfrontener Ortsteile. Dr. Otto Randel sprach schließlich das geplante Alpzentrum an und Alfons Haf bat um Unterstützung für eine Aktion zur Prämierung von Bergwiesen.

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