In Panama hängt viel von den Frauen ab

Buchloe (emj). - Mit einem Tanz wurde in Buchloe der traditionelle Informationsabend zum Weltgebetstag der Frauen eröffnet. Wie jedes Jahr stimmten katholische und evangelische Christinnen damit auf das Ereignis ein, das stets am ersten Freitag im März gefeiert wird. 2004 sind es Frauen aus Panama, die die Weltgebetstagsordnung gestaltet haben und mit dem Slogan 'Im Glauben gestalten Frauen Zukunft' auf ihre Lebenssituation und das Land aufmerksam machen. Das tropische Panama spielt eine wichtige Rolle in Mittelamerika, es ist Bindeglied zwischen Nord- und Südamerika sowie Karibik und Pazifik. Die Panamaer bezeichnen sich selbst gerne als 'friedliche Regenbogengesellschaft', wobei jedoch die Sorgen und Nöte besonders der indigenen Völker (Ureinwohner) nicht zu übersehen sind. So heißt ein anderes geflügeltes Wort: 'Armut ist indigen.' Stärker als im übrigen Mittelamerika konnten die Ureinwohner Panamas ihre kulturelle Identität bewahren. Sie prägten auch den Namen Panama, der übersetzt bedeutet: eine Fülle an Fischen und Schmetterlingen.

2,9 Millionen Einwohner Asiaten, Hispona-Indigenas - Nachkommen der Spanier und indigenen Völker - Weiße/Kaukasier, Afro-Panamenos - sie stellen zusammen die Einwohnerzahl: 2,9 Millionen Menschen. Es gibt keine Staatsreligion; 80 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, etwa 15 Prozent Protestanten. Die Situation der Frauen und Familien ist je nach Ethnie und wirtschaftlicher Situation sehr unterschiedlich. Auf Grund hoher Scheidungsraten und vieler inoffizieller Trennungen trägt ein großer Teil der Frauen notgedrungen alleine die ökonomische Verantwortung für sich und die Kinder. Im Arbeitsalltag nimmt die Frau eine bedeutende Rolle ein, sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaft. Der 'Panama-Kanal' wurde sieben Wochen nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges eingeweiht. Ein anderes Symbol des Landes ist der typische Hut aus Panama. Ökologischer Kaffee wächst in Mischkulturen auch mit Bananen, beides wird exportiert. Mit einer Legende aus Panama wurde der informative Teil des Abends im Buchloer Haus der Begegnung beendet. Mitarbeiterinnen des Buchloer Weltgebetstages hatten außerdem landestypische Speisen aus Panama zubereitet.

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