Special Großbrände im Allgäu SPECIAL
Großbrände im Allgäu

Leeder
In Leeder brennt Stall ab

Großeinsatz in den ersten Stunden des neuen Jahres: Heute Morgen brannte mitten in Leeder der Wirtschaftsteil eines Bauernhofes nieder. Laut Polizeibericht entdeckte ein 26-Jähriger, als er gegen 4.50 Uhr von einer Silvesterfeier heimkehrte, dass aus einem Nebengebäude eines Bauernhofes an der Hauptstraße Flammen schlugen. Durch massives Läuten gelang es ihm, die vier Hausbewohner in dem anschließenden Wohngebäude zu wecken. Der 45-jährige Landwirt konnte wie Kreisbrandrat Johann Koller gestern Mittag berichtete, 30 Tiere seiner Milchviehherde aus dem Stall treiben, für 13 Tiere kam jede Hilfe zu spät. An das Stallgebäude schließen sich laut Koller das Wohnhaus und auf der anderen Seite des L-förmigen Gebäudes ein weiteres Wohnnebengebäude an.

Da eine Brandmauer zwischen Wohnhaus und Stall existiert, gelang es den Feuerwehren, zu verhindern, dass die Flammen auf das Wohngebäude übergriffen. 197 Feuerwehrleute aus elf umliegenden Orten waren im Einsatz. Ein Feuerwehrmann aus Leeder, der als einer der Ersten am Brandort gewesen sei, habe eine leichte Rauchvergiftung erlitten und sei ins Krankenhaus gebracht worden, so Koller.

«Es sind auch Trupps im Wohnhaus gewesen, um die Brandmauer zu sichern und ein Durchbrennen zu verhindern.» An der Rückseite des Hauses seien mit einem Bagger Fassadenteile herausgerissen worden, um den Löschwassereinsatz effektiver zu gestalten. Obwohl sich das Anwesen im Ort befindet, bestand laut Koller nicht die Gefahr, dass das Feuer auf weitere Anwesen übergreift. Es habe auch genügend Raum für die Fahrzeuge zur Verfügung gestanden. Da es nicht zu frostig war, gab es auch nicht das Problem, dass das Löschwasser gefriert.

Die Feuerwehren waren jedoch stundenlang im Einsatz. Nachdem die akute Feuergefahr bekämpft war, musste der Heustock über dem Stall abgetragen werden. Das Material, in dem noch stundenlang Brandnester sein können, wurde in eine Kiesgrube gefahren, wie Koller erzählt.

Das Nebengebäude brannte völlig nieder, auch im Wohngebäude gibt es Wasser- und Rauchschäden. Derzeit sei es nicht bewohnbar, so Koller, der jedoch davon ausgeht, dass sich die Schäden beheben lassen.

Insgesamt beläuft sich der Sachschaden nach ersten Schätzungen der Polizei auf mindesten 500000 Euro.

Die Brandursache ist noch unbekannt, die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen nicht vor.

Blick in die Nachbarschaft

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