In Kindergärten stehen Veränderungen bevor

Kempten (pa). - Bei den Kemptener Kindergärten stehen in den nächsten Jahren einschneidende Veränderungen an. Denn durch sinkende Geburtenraten und früheren Schuleintritt werden die Gruppenzahlen oder die Gruppenstärken (oder beides) erheblich sinken. Auf der anderen Seite muss aber auch ein besseres Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Für die 'Kindergarten-Bedarfsplanung', erläuterte Jugendamtsleiter Benedikt Mayer im Jugendhilfeausschuss, sind jeweils drei Geburtenjahrgänge zu berücksichtigen. Derzeit im Kindergarten und für diese Rechnung relevant sind die Jahrgänge 1998 bis 2000 mit insgesamt 1766 Kindern. In drei Jahren werden allein wegen der Geburtenentwicklung nur noch 1650 Kinder und damit 116 weniger zu betreuen sein. Noch deutlicher, so Mayer, werde sich die ab 2005/06 geplante stufenweise Vorverlegung des Schuleintrittsalters auswirken. Unter dem Strich werden nach einer Hochrechnung im Jahr 2008/09 noch insgesamt 1350 Buben und Mädchen in den drei entsprechenden Jahrgängen zusammen kommen.

Gemessen an den derzeit 1840 Kindergartenplätzen ergäbe das rein rechnerisch eine Reduzierung um fast 500 Plätze oder 20 Gruppen. Allerdings kann man die drei Jahrgänge nicht als einzigen Maßstab anlegen. Denn tatsächlich sind die vorhandenen 1840 Plätze alle belegt, weil in Kempten aus auswärtige Kinder betreut werden. Hinzu kommen noch (ebenfalls ausgebuchte) 100 Plätze im altersübergreifend geführten Kinderzentrum. Auch aus einem anderen Grund werden künftig in den Kindergärten nicht jede Menge Räume leerstehen. Laut einem Gesetzentwurf, so Mayer, muss nämlich in den Jahren bis 2010 ein 'bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren' aufgebaut werden. Das können Krippenplätze (vorhanden sind in Kempten 50) oder Plätze bei fachlich geeigneten Pflegemüttern sein. Deren Zahl ist allerdings nicht bekannt, weil die Pflegemütter und die Eltern das direkt regeln. Insgesamt, so Mayer, wären bei einer Jahrgangsstärke von 600 Kindern 360 solcher Plätze erforderlich. Der Arbeitskreis Kindertagesstätten der Jugendhilfeplanung soll sich jetzt mit der Entwicklung näher befassen.

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