In der Frühlingstraße neue Allee frühestens im Herbst

Kempten (pa). - Auch wenn es noch nicht danach aussieht, so kommt der nächste Frühling doch bestimmt. Eine gute Zeit, um Bäume zu pflanzen. Doch ausgerechnet in der Frühlingstraße, wo das besonders passend wäre, wird es mindestens Herbst werden, bis die lange geplante Pflanzaktion für eine neue Allee stattfinden kann. Sofern überhaupt, denn das hängt auch von der Freigebigkeit der Kemptener Bevölkerung ab. Gänzlich baumlos ist die Frühlingstraße zwar noch nicht. Doch blühende Rotdorne, die ursprünglich die Straße auf beiden Seiten säumten, waren von Jahr zu Jahr weniger zu sehen, bis nur noch ein paar übrig geblieben sind. Ganz einfach deshalb, so Betriebshofleiter Uwe Gail, weil die 80 bis 100 Jahre alten Bäume nach und nach an Altersschwäche eingegangen sind. Diesen Vergreisungsprozess hatte man durch eine 'Frischzellenkur' (Vergrößerung der Baumscheiben und Humusgaben) im Jahr 1990 zwar etwas verzögern, aber nicht wirklich aufhalten können. Eine Weile hatte die Stadtgärtnerei die entstandenen Lücken durch junge Bäume (Weißdorn) wieder aufgefüllt. Aber vor einigen Jahren wurden auch diese Ersatzpflanzungen eingestellt. Weil man nämlich beschlossen hatte, eine komplett neue Allee mit rund 60 gleichartigen und gleich alten Bäumen anzupflanzen: Weil das einfach schöner aussieht. Kosten würde das etwa 30000 Euro, wovon ein erheblicher Teil für einen tiefgründigen Bodenaustausch aufgewendet werden müsste. Der Rotdorn gehört nämlich, auch wenn das für den Laien verblüffend klingt, zu den Rosengewächsen. Und die wiederum haben die Angewohnheit, den Boden total auszulaugen, zumal über so lange Zeit hinweg. Das Geld für die Erneuerung der Allee hat der Finanzausschuss bei den Haushaltsberatungen zwar prinzipiell bewilligt. Allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: 'Beginnen dürfen wir erst,' so Gail, 'wenn Sponsoren rund 10000 Euro zu den Kosten beigetragen haben.' Jetzt will Gail noch die Verabschiedung des Haushalts am 11. März abwarten und sich dann an die Anlieger und alle anderen Kemptener wenden, denen in Zeiten leerer Kassen die Durchgrünung der Stadt ein paar Euro (oder noch lieber ein paar Euro mehr) aus der eigenen Tasche wert ist.

Auf jeden Fall Blütenbäume Wenn das nicht klappt, passiert erst mal gar nichts. Funktioniert der Appell an die Spendenbereitschaft, soll die Pflanzaktion im Herbst stattfinden. Auf jeden Fall, so Gail, wird die neue Allee wieder aus Blütenbäumen bestehen. Ob es allerdings wieder Rotdorn sein wird, sei noch nicht endgültig entschieden. Weil nämlich der sogenannte Feuerbrand, eine Blattkrankheit und 'hauptberuflich' ein Obstbaumkiller, auch den Rotdorn nicht verschmäht und sich weiter ausbreitet.

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