Opfenbach
Im Pfarrhaus geht es drunter und drüber

Mit dem Schwank «Dem Himmel sei Dank» hat der Theaterverein Opfenbach ins Schwarze getroffen. Bei der Premiere war die Festhalle proppenvoll. Die Besucher erlebten eine höchst vergnügliche Posse, die sämtliche Akteure mit viel Spielwitz in Szene setzten.

Das Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold, inszeniert von Spielleiterin Gabi Fehr, hat es in sich. Im Pfarrhaus (Lob fürs gelungene Bühnenbild) ist zwar nicht gerade der Teufel los, aber ungewöhnlich ist es schon, was sich da so alles abspielt. Denn Pfarrer Alfons Schmid (Uli Schöllhorn) ist wild entschlossen, neue Geldquellen für die Kirchenrenovierung zu erschließen. Da heiligt doch irgendwie der Zweck die Mittel. Und so stehen strapaziöse nächtliche Kartenspiele auf dem Programm, um den Bürgern gemeinsam mit dem wiefen Messner Johannes (Siegfried Stadler) Bares abzuknöpfen.

Ganz trocken geht es dabei nicht zu, schließlich verkauft der Seelenhirte auch noch selbstgebranntes Zwetschgenwasser mit heilender Wirkung, auf dass Geld hereinkomme. «Grindweh» und Ärger sind da vorprogrammiert. Die um Worte und Einfälle nicht verlegene Haushälterin Hermine (Elfi Feurle) liest den Sündern ebenso kräftig die Leviten wie die resolute Messnerfrau Emma (Anni Stadler). Richtig turbulent wird es allerdings, als Domkapitular Dr. Jüngling (Matthias Keppeler) ins Haus steht und nach dem Rechten sehen will. Er trifft nicht nur auf potentielle Zimmermieter im Pfarrhaus (die nächste Einnahmequelle), sondern wird auch noch mit einer übergroßen Versuchung konfrontiert.

«Wässerle» für die Orgel

Aber alles über Verwicklungen (Aerobic), Verstrickungen (zwei rechts, zwei links) und Verwechslungen soll hier nicht verraten werden. Selber angucken macht schließlich am meisten Spaß. Der Premierenbeifall zeigte, dass das Publikum restlos begeistert war. Und der Theaterverein Opfenbach nutzte die Gunst der Stunde und ´verkaufte in den Pausen Fläschchen mit himmlischen Tröpfchen - natürlich mit heilender Wirkung. Der Erlös der Aktion ist für die neue Orgel der Pfarrkirche St. Nikolaus bestimmt. Der Theaterverein wird noch was drauf legen, versprach Vorsitzender Daniel Boch.

Weitere Aufführungen von «Dem Himmel sei Dank» finden am 16. 1. (20 Uhr), 17. 1. (19 Uhr), 22. 1. und 23. 1. (jeweils 20 Uhr) in der Festhalle Opfenbach statt. Kartenvorverkauf von Montag bis Freitag, 17-19 Uhr, bei Familie Feurle, Tel. 08385/1380.

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