Sonthofen / Oberallgäu
Im Marketing enger zusammenrücken

Am «Scheideweg» sieht Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl kommendes Jahr die «Alpsee-Grünten Tourismus GmbH». Nicht, weil es Probleme gibt, sondern weil Sonthofen, Immenstadt, Burgberg, Blaichach und Rettenberg noch enger zusammenrücken sollen. Das sei der einzig gangbare Weg, sind sich Buhl als bisheriger Vorsitzender und Kollege Otto Steiger (Blaichach) als sein turnusmäßiger Nachfolger einig.

In der «Endetappe» sollen 2010 die Mitarbeiter der einzelnen Gästeämter in der GmbH zusammengeführt werden. Buhl: «Wir wollen die Dienstleistungs- und Marketinggesellschaft nicht als Spar- sondern als Effizienzmodell.» In ihr bündle man das gesamte Marketing der Ferienregion Alpsee-Grünten. Und die GmbH solle die Personalverantwortung für das Personal der Gästeämter übernehmen. Details zur Überleitung der 17 Mitarbeiter in die Gesellschaft und der Firmensitz sind noch offen. Es gebe aber eine Besitzstandswahrung für bisherige Kräfte. Bürgermeister Steiger betont, dass die Tourismus-GmbH die strategische Ausrichtung vorgeben solle.

Hotelansiedlungen

Dazu gehören Themen wie die bereits von dem einzelnen Orten beschlossenen, neuen und einheitlichen Kurbeiträge ab Januar. Anderes Projekt ist die bereits angedachte Alpsee-Grünten-Card, eine All-Inklusive-Karte wie in Oberstaufen. Nicht ausgeschlossen wird, dass die GmbH einmal in der Frage von Hotelansiedlungen und auch bei Infrastrukturmaßnahmen aktiv wird. Letzteres liegt mit daran, dass die GmbH für gemeinsame Projekte Förderanträge stellen kann, bei denen einzelne Orte nicht die Mindestsumme von 100000 Euro erreichen würden. Laut Immenstadts Gästeamtsleiterin Sonja Oberbauer soll die GmbH keine Konkurrenz zur Allgäu-Marketing GmbH sein, sondern unter deren Dach arbeiten.

Freilich sind sich die Tourismusexperten bewusst, dass sich noch nicht jeder Vermieter in der gemeinsamen Werbung wiederfindet. Kritik gab es in der Vergangenheit etwa im Raum Altstädten/Hinang. Man wolle diese Gebiete und ihre Bergnähe besser vermarkten, sagt Sonthofens Gästeamtsleiter Huber.

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