Im Jugendhaus brennt die Luft

500 begeisterte Musikfans bei Nachwuchswettbewerb ­ Punkrocker 'Rakkit' haben die Nase vorn. Von Volker Geyer Kempten'Born to be punk' ­ zum Punk geboren, röhren die vier Jungs von 'Rakkit' in die Mikros und das Jugendhaus kocht. Mit ihrem satten Sound und einer mitreißenden Bühnen-Show versetzen die jungen Kemptener Punkrocker am Samstag rund 500 Musikfans in 'Aufruhr'. Die Jury ist begeistert und kürt beim lokalen Vorentscheid zum 'Szene Star' der Allgäuer Zeitung die jüngsten Teilnehmer zur besten Band des Abends.

'Wahnsinn! Damit haben wir echt nicht gerechnet', freuen sich die vier 16 bis 17 Jahre alten Schüler und fallen sich bei der Siegerehrung unter dem Jubel ihrer Fans in die Arme. Zugleich verteilen die Punk-Verliebten mächtig Komplimente an die vier anderen Bands: 'Die waren alle cool ­ jede hätte den Sieg verdient gehabt.'

Dass sich die fünfköpfige Jury mit Matthias Hensler, Tom Richter, Rainer von Vielen sowie den beiden AZ-Redakteuren Bernd Buchfeld und Volker Geyer am Ende für 'Rakkit' entscheiden, verdanken die Punkrocker in kurzen Hosen nicht zulezt ihrem lockeren Auftreten, beim dem nicht nur der Funke aufs Publikum überspringt, sondern die Luft im Jugendhaus brennt.

Möglich gemacht haben die Mega-Party unter anderem die spendablen Sponsoren von der Sparkasse Allgäu und dem Mediamarkt sowie das tolle Jugenhaus-Team mit Markus Heider.

Sympatisch kommen auch 'Xelerate' rüber. Die vier jungen Musiker (18 bis 20) aus Kempten, Buchenberg und Altusried bittet Moderatorin Katja Maraj von Radio Ostallgäu als erste auf die Bühne. Mit ihrer Mischung aus Classic und Progressive Rock erinnern sie an Bands wie Led Zeppelin und Deep Purple. Mit Orgelsound und virtuosen Gitarrenklängen heizen sie den Zuhörern ein.

Härtere Klänge schlagen anschließend 'Sub-Zero' aus Haldenwang an. 'Denk-Dir-was-aus-Rock' nennen sie ihre Kompositionen, bei denen ihre musikalischen Vorbilder wie zum Beispiel 'Blink 182' und 'The Offspring' sicherlich auch jede Menge Spaß hätten. Die vier 18- bis 24-Jährigen bearbeiten ihre Instrumente wie die berühmten Berserker und lassen es bei Stücken wie 'Rock on' und 'No risk no fun' kräftig krachen.

Flinke Hände

Ohne Instrumente kommt Rapperin Mara MC aus. Die 24-Jährige Altusriederin setzt ausschließlich auf ihre Stimme und die flinken Hände von DJ King Cox. Der Mann an den Decks (Plattenspielern) liefert den richtigen Hip Hop-Sound zu Maras Texten. Diese schreibt sich die einzige Frau im Wettbewerb bereits seit ihrem 15. Lebensjahr selbst auf den Leib.

Mit Leib und Seele Musiker sind auch die Mitglieder von 'Spacemilk', die am Ende des gut vierstündigen Wettbewerbs in die Seiten greifen. Als Unterstützung haben sich die Funk-Rocker aus Dietmannsried und Kempten an diesem Abend drei Bläser (Trompete, Saxophon, Posaune) von der Band 'Netto' ausgeliehen. Und neben dem energiegeladenen Spacemilk-Sänger Christian Holzer griff auch Katja Weinrich zum Mikro. Wie zuvor schon bei 'Rakkit', läßt das Publikum die Vollblutmusiker nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Party ist angesagt.

Ebenso beim Szene-Star-Finale am 29. Juni im Allgäuer Medienzentrum in Kempten, wo 'Rakkit' dann gegen Bands aus dem ganzen Allgäu antreten wird.

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