Im Haus Schatzinsel wird es langsam eng

Lamerdingen (ofr). - Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Behinderten-Einrichtung 'Haus Schatzinsel' gab Christoph Heilmann, Vorsitzender des Trägervereins, den Mitgliedern des Lamerdinger Gemeinderats bei der jüngsten Sitzung. Heilmanns Botschaft: Die Zusammenarbeit mit Pflegepersonal und Verwaltung klappt bestens, die Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigt - und der Platz im erst vor drei Jahren bezogenen Neubau wird schon wieder knapp. Langfristig soll das 'Haus Schatzinsel' deshalb mit einem Erweiterungstrakt versehen werden - wenn es die Finanzen erlauben und staatliche Fördermittel bereitgestellt werden. Ein geeignetes Grundstück, das laut Heilmann 'eventuell zu erwerben ist', hat der Trägerverein auch schon gefunden. Für die weiteren Schritte braucht es aber den Segen der Gemeinde, denn sie hat das Vorkaufsrecht. Grundsätzlich, so der Tenor im Gemeinderat, will man den Planungen des Vereins aufgeschlossen gegenüber stehen, wenn der Erweiterungsbau die gemeindliche Entwicklung hinsichtlich neuer Baugebiete nicht behindert.

Zur Geschichte: Die erste 'Schatzinsel' öffnete ihre Pforten 1981 in einem alten Bauernhof in Dillishausen. Mittlerweile wird die einstige Privatinitiative der 'Schatzinsel'-Gründerin Ursula Deye vom Trägerverein 'Freunde und Förderer des Hauses Schatzinsel' fortgesetzt, der 1990 das Gebäude kaufte und mehrere Jahre nutzen konnte, bis bauliche Mängel und der wachsende Bedarf nach diesem Pflegeangebot einen Neubau notwendig machten. Im Herbst 2000 konnte dann das neue Wohnpflegeheim in Dillishausen bezogen werden, das Raum für zwölf Langzeit- und sechs Kurzzeitpflegeplätze bietet. An der Grundidee des Hauses hat sich in all den Jahren nichts geändert: Eltern oder Angehörigen von behinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll die Möglichkeit geboten werden, sich von ihrer aufopfernden Pflegetätigkeit einmal für ein paar Tage ausruhen zu können. Sie können ihre Schützlinge für wenige Tage bis hin zu einigen Wochen im 'Haus Schatzinsel' unterbringen, wo diese von fachkundigem Personal betreut werden. Zusätzlich werden Langzeit-Heimplätze für junge Behinderte bereit gestellt. Da die Nachfrage auch im neuen Gebäude stetig wächst (Heilmann: 'Die Warteliste für beide Kategorien ist mehr als voll'), trägt sich der Verein mit dem Gedanken, das 'Haus Schatzinsel' langfristig mit einem Erweiterungstrakt für sechs weitere Langzeitplätze zu versehen. Für die Erweiterungspläne würde sich ein benachbartes Grundstück anbieten. Dass auch diese zusätzlichen Plätze gebraucht werden, davon ist der Vorsitzende überzeugt: 'Die Zahlen sprechen dafür'.

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