Landsberg
Im doppelten Sinn Gutes getan

In diesen Tagen feiert der Männergesangverein Erpfting sein 60-jähriges Bestehen. Ein Anlass um innezuhalten, zurückzuschauen, Bilanz zu ziehen, sich huldigen und beschenken zu lassen. Die Erpftinger dagegen veranstalteten ein Benefizkonzert zugunsten der «Freunde und Förderer von Regens Wagner Holzhausen». Doch die Sänger schenkten noch viel mehr. Nämlich allen, die am Samstag den Weg in den historischen Rathausfestsaal nach Landsberg gefunden hatten, öffneten sie mit ihren engagierten Gesangsdarbietungen die Herzen.

Sie, das waren neben dem Männerchor die Kinder- und Jugendchöre, die «Tamburini» (Leitung Tina Kosak), die «SunSingers», die «NoNames» und «Dacapo», alle unter der Führung von Anette Böckler, die sich unter dem Dach des Männergesangvereins in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Dazu gesellten sich als Gäste der Frauenchor «Alegria» und die Instrumentalgruppe «Saitenspringer» um Uschi Baier.

Herzlichkeit und Gemeinsinn

Schon der Aufzug aller Gruppen zum Eröffnungschor, die kleinen Tamburini-Engel geführt von ihren Patinnen, den Sängerinnen der «Alegria», verströmte Herzlichkeit und Gemeinsinn.

Ihr Bittgesang «Bleib bei uns» war gleichzeitig Aufforderung an das Publikum, den weiteren Ausführungen aufmerksam zu folgen, wie Udo Slottke es in seiner Moderation ausdrückte. Es waren nicht die üblichen Begleitworte, mit denen Slottke die Konzertteile verband. Er ging viel tiefer mit seinen Worten und Gedanken und spannte dabei rückblickend auch einen Bogen über die Sinnhaftigkeit des Weihnachtsfestes.

Mit zwei Auftritten bestritt der Männerchor einen wesentlichen Teil seiner Geburtstagsfeier. Ob a cappella, wie zum Beispiel «Weihnachtsglocken» von Herrmann Sonnet, «Heilige Nacht» von J.

Danotello oder dem altrussichen «Tebje pajon» von Dimitri Bortnianski oder mit gefühlvoller Unterstützung von Martina Bürger auf der Trompete beim rhythmischen «Trommellied», die Männer überzeugten mit harmonischem Klang der vorwiegend getragenen Lieder.

Die Macht der Liebe

Den Kontrapunkt dagegen setzten die Damen von «Alegria», die vom feinfühligen «Ich bete an die Macht der Liebe», Wolfgang Lüderitz, über Michael Praetorius «In dulci jubilo» zum flotten und populären «I will follow him» nach einem Satz von Otto Groll führten, wobei sie von Monika Eser genauso feinfühlig wie fordernd am Flügel begleitet wurden.

Viel Sympathie und herzliche Anerkennung ernteten an diesem Abend die Kinder- und Jugendchöre. Sowohl die kleinen «Tamburini» unter Tina Kosak als auch die «SunSingers» mit Anette Böckler folgten ihren Chorleiterinnen aufmerksam und sangen auch noch Mitte Januar mit leuchtenden Augen von Engeln und der Heiligen Nacht. Mit dem Spiritual «Kum ba ya, my Lord» und «We are the world» nach Michael Jackson meisterte der Jugendchor «NoNames» zwei durchaus anspruchsvolle Sätze mit Bravour. Die zarten Mädchenstimmen von «DaCapo» wurden im Refrain bei «Denn es ist Weihnachtszeit» (Lorenz Mairhofer) von den «NoNames» aus dem Hintergrund unterstützt. Mit Philipp Kosak am Flügel und als einzige männliche Stimme in dieser Gruppe reift ein wahres Juwel heran, er schafft es mit Selbstbewusstsein und mit Hingabe.

Die Chorwechsel gestaltete die Gruppe «Saitenspringer» mit der nicht alltäglichen instrumentalen Zusammensetzung von Hackbrett, Kontrabass, Geige, Gitarre und Flöte mit sauber präsentierten Melodien bis hin zu Kathi Stimmers vorsichtig swingenden «Die Freude von heute».

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