Im April sollen die Bagger anrollen

Marktoberdorf | af | Mit dem Neubaugebiet Gschlatt Süd geht es voran. Der Stadtrat stellte in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für die Ausschreibung. Im April sollen die Erschließungsarbeiten beginnen, erklärte der designierte Stadtbaumeister Peter Münsch. Nach den Vorstellungen von Bertram Mooser vom Kaufbeurer Ingenieurbüro Kolb und Mooser können im Sommer die Hochbauarbeiten beginnen.

Mooser stellte den Erschließungsplan für das Gebiet vor, um das sich eine rege Diskussion entwickelte. Aus der Sicht von Peter Grotz (Freie Wähler) und Andreas Wachter (CSU) waren zu wenige öffentliche Parkplätze vorgesehen. Dem widersprachen sowohl Mooser als auch Stadtbaumeister Herbert Sauer. Jedes der 24 vorgesehenen Häuser habe eine sechs Meter breite Einfahrt. Weil die Garagen in fünf Meter Abstand zur Straße stünden, sei ausreichend Parkraum vorhanden. Scharf kritisierte Axel Maaß (Grüne) die beiden Räte. Es könne nicht sein, dass jede Planung aus Autofahrersicht gesehen werde.

Ebenso hatte Wachter bemängelt, dass die Ringstraße an einer Stelle nur vier Meter breit sei. Das sei zu wenig für den Begegnungsverkehr. Auch da erhielt er Widerrede. Sowohl Sauer als auch Bürgermeister Werner Himmer erklärten aus eigener Erfahrung, dass sich in einem abgeschlossenem Gebiet wie diesem die Fahrzeugbewegungen in Grenzen hielten, die vier Meter also ausreichen.

Mit Ausnahme dieser Punkte bekamen die Planungen insgesamt gesehen gute Noten. Erschlossen wird das Neubaugebiet über die Seeger Straße. Eine optische Verengung wirke im Eingangsbereich wie ein Tor, sagte Mooser. Auch im weiteren Verlauf der Straße seien immer wieder Verschränkungen vorgesehen, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gering zu halten. Das ermögliche dann auch, auf Gehwege zu verzichten. Die Straße gebe es her, auf jeden Fall Tempo 30, wenn nicht sogar den ganzen Bereich als verkehrsberuhigt auszuweisen. Dann ist nur Schritttempo erlaubt.

Den Abschluss im Osten bildet ein weiteres 'Tor' und ein provisorischer Wendehammer. Der kann, falls Bedarf besteht, zu einer Straße umfunktioniert werden, so dass das Wohngebiet auch von der anderen Seite anfahrbar ist.

Entlang der Straße sind mehrere Sickerbecken vorgesehen, die Oberflächenwasser ausschließlich der Straße aufnehmen sollen. Ansonsten solle das Regenwasser auf den jeweiligen Grundstücken in die Erde dringen. Im Süden ist in der Nähe des Ettwieser Bachs ein größeres Sickerbecken vorgesehen. Das bedinge jedoch einen Bodenaustausch und wahrscheinlich das Fällen einiger Pappeln.

Bei einer Gegenstimme (Wachter) wurden die Pläne genehmigt.

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