Illerstadion: Nach kurzer Zeit Sanierungsfall

Kempten (sf). - Wasserränder an den Wänden brachten es an den Tag: In den Umkleideräumen des Illerstadions steht Wasser im Boden. Um herauszufinden, woher das unerwünschte Nass kommt, wird nächste Woche eine Untersuchung durchgeführt. Denn um Schadens-Ersatz einklagen zu können, muss erst mal festgestellt werden, ob jemand und - wenn ja - wer beim Bau des Betriebsgebäudes gepfuscht hat. Vor nicht einmal vier Jahren - im Sommer 2000 - wurde die neue Tribüne des Illerstadions samt dem darunter liegenden Betriebsgebäude eingeweiht. Vergangenes Jahr zeigten sich plötzlich in einigen Räumen Wasserränder an den verputzten Wänden. Wie Sportamtsleiter Benno Glas im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte, ergaben erste Prüfungen, dass die Bodenkonstruktion durchfeuchtet ist. Und zwar seien die Schäden 'durchgängig und ohne Schwerpunkt im ganzen Gebäude verteilt'.

Suche nach den Ursachen Woher das Wasser komme, sei noch nicht geklärt. Nach Ansicht von Glas könnten dafür mehrere Ursachen in Frage kommen: Aus einem Loch im Leitungssystem strömt Wasser aus, Grund- oder Regenwasser dringt von außerhalb ein, die Feuchtigkeit stammt aus den Duschräumen oder sie ist Folge eines Hochwassers im September 2002, wobei damals aber nur die Außenflächen überflutet gewesen seien. Die Stadt werde die Kosten für die Sanierung zunächst vorstrecken müssen, glaubt Glas. Und über den Schadensersatz werde wohl vor Gericht gestritten. Da dafür ein Gutachten nötig sei, bewilligte der Finanzausschuss 15000 Euro. Ermittelt wird die Ursache laut Hochbauamtsleiter Hans Henkel in der kommenden Woche durch ein besonderes Verfahren. Dabei sendet eine Sonde elektronische Impulse aus, die nach dem Prinzip des Echolots wieder aufgefangen werden. Damit könne man die Herkunft des Wassers zurückverfolgen, ohne den ganzen Boden aufzureißen. Das Wasser befinde sich unterhalb des Estrichs, von wo aus die Feuchtigkeit die Wände hochgestiegen sei. Durchnässt ist aber auch die Bodendämmung. Wie teuer die Sanierung kommt, könne noch nicht gesagt werden, so Henkel.

Mit Warmluft trocknen Sobald die Ursache gefunden und beseitigt sei, muss laut Glas die gesamte Fußbodenkonstruktion und insbesondere die Dämmung getrocknet werden. Dies soll mittels Warmluft erfolgen, die über Öffnungen in den Boden eingeblasen wird. Da erfahrungsgemäß danach der PVC-Belag nicht mehr hafte, müsse auch dieser ausgewechselt werden. Hinzu kämen weitere Reparatur- und Streicharbeiten.

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