Immenstadt / Bochum
«Ich wollte schon immer mehr»

Mit viel Fleiß und Ehrgeiz erspielte sich die Gruppe «Kim?» eine feste Fangemeinde im Allgäu - um weiterzukommen, machte sie sich auf zu neuen Gefilden. Jetzt hat sie einen Plattenvertrag mit Columbia/Sony Music und ihr Album «Allez, Allez, Allez» ist herausgekommen. Das einzig verbliebene Bandmitglied der Urbesetzung, Benny sprach mit Stefan Nowicki über die Band, ihren Werdegang und die Zukunftspläne.

Wann wurde euch klar, dass ihr es schaffen könnt?

Benny von Schaumschlag: Definitiv mit dem Umzug nach Bochum. Da wurde uns klar, dass nicht nur die regionale Basis, sondern auch die Clubs, die Radiostationen und die Leute im Ruhrpott uns gut finden.

Warum Bochum?

Benny: Es standen Stuttgart, Berlin und Bochum zur Auswahl. Anfangs mussten wir noch nebenbei Jobs machen: Flyer verteilen, Bühnen aufbauen - es gab eine Firma in Bochum, die uns unter ihre Fittiche nahm.

Anfangs war «Kim?» ja eher eine Schüler- oder Party-Band. Wann wurde es mehr?

Benny: Das war ein schleichender Prozess. Am Anfang stand das Rainbow in Immenstadt. Wir hatten ganz furchtbare Instrumente, keinen Musikunterricht und mussten uns so durchkämpfen. Im Mittelpunkt stand der Spaß, das bedeutete für uns, so viele Konzerte wie möglich zu spielen.

Wie ließ sich das mit Schule und Lehre vereinbaren?

Benny: Das war sehr, sehr schwer. Wir saßen oft in der Schule und hatten nichts anderes als die Gruppe im Kopf - zu proben, wieder auf die Bühne zu gehen, und da hat der Rest definitiv drunter gelitten.

Woher kommt der Biss, den «Kim?» in Richtung Erfolg hatte?

Benny: Ich wollte schon immer mehr. Anfangs waren wir Kreisliga, das war okay, mittlerweile sind wir in der Bundesliga angelangt und schielen auf internationale Plätze. Da wollte ich immer hin. Ich habe mir mit Trip Tom den wohl besten Songwriter aus dem Allgäu in die Band geholt und wollte raus in die Welt.

Gerade ist «Allez, Allez, Allez» rausgekommen. Wie sieht die Zukunft aus?

Benny: Die Promotion läuft schon eine ganze Weile. Und wir merken den Rückenwind des großen Labels.

Ist eine neue CD denn schon in Planung?

Benny: Ja. Wir leben und denken eigentlich nur von Moment zu Moment, und haben gelernt, jeden Tag zu genießen. Trotzdem haben wir schon eine ganze Reihe neue Songs in der Tasche.

Eine letzte Frage noch. Warum habt ihr euren Namen, «Kind im Magen?» hin zu dem eher niedlich klingenden «Kim?» geändert? Nur der Kürze wegen oder hat das die Plattenfirma gewollt?

Benny: Nein, eigentlich haben wir schon immer, wenn wir von der Band sprachen, von «Kim» geredet. So war das ein selbstverständlicher Prozess. Außerdem ist da ja noch das Fragezeichen, das macht die Leute neugierig darauf, was dahinter steckt.

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