Friesenried
Hochwasserschutz in Blöcktach «ein Sonderfall»

Mit großem Interesse hörten sich die Friesenrieder Gemeinderäte Informationen über die Fördermöglichkeiten für den Blöcktacher Hochwasserschutz an. Martin Mohr vom Wasserwirtschaftsamt Kempten und Ingenieur Klaus Bäumler standen Rede und Antwort. Laut Mohr wurden die Förderrichtlinien etwas geändert. Das bedeute im einzelnen, dass bis Ende 2010 das Planungsverfahren abgeschlossen und ein stimmiges Konzept mit dem Antrag vorgelegt werden müsse. Nur dann erhalte man die optimale Förderung in Höhe von 75 Prozent. Dies gelte insbesondere für den Bau des Rückhaltebeckens und die Ingenieurkosten. Zehn Prozent der Bausumme müssten in ökologischen Maßnahmen umgesetzt werden. Schaffe man diese Vorgaben nicht, gebe es insgesamt zehn Prozent weniger an Zuschüssen. Der Grunderwerb für die technischen Anlagen sei dagegen nicht mehr förderfähig.

Da lohne sich der Grundkauf für die Aufstauflächen nicht, warf Bürgermeister Wolfgang Gerum ein. Mohr empfahl, diese trotzdem in den Besitz der Gemeinde zu bringen: «So haben wir den Daumen drauf». Gerum runzelte die Stirn: «Wir benötigen ebenfalls Grund für den neuen Fließlauf des Baches.» Blöcktach sei ein Sonderfall, gab Mohr zu. Der ökologische Gewässerausbau sei voll förderfähig.

Fachmann ausgefragt

Für den technischen Hochwasserschutz innerorts erhalte man dagegen nur einen Fördersatz von 45 Prozent. Gerum ließ nicht locker und bombardierte den Fachmann mit weiteren Fragen. So wollte er wissen, ob bauabschnittsweise gefördert werden könne oder was passiert, wenn die Straße verlegt oder die Brücke neu gebaut werden müsse. Das Prozedere sei teilweise kompliziert, wusste Bäumler.

Am vernünftigsten sei die Verlegung des Baches in den Talraum. So könne man am besten das Wasser beherrschen. Aber auch ein Teilabfluss sei denkbar. Auf jeden Fall will er alsbald eine machbare Lösung vorlegen, sicherte er zu.

Verweis auf Quelle

Anton Roßkopf verwies auf eine Quelle nahe der Wohnbebauung: «Auf die müsst ihr achten.» Dies sei bekannt, beruhigten die Fachmänner. Das sei schließlich auch Aufgabe des Geologen.

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