Hinterer Fuß dient als Steuer

Von Julia Kopaunik Riezlern Der Winter ist nicht dazu da, um in der warmen Stube faul auf dem Sofa zu liegen. Sie haben sich sicher im neuen Jahr vorgenommen, mehr Sport zu treiben. Doch der Winter hat so seine Tücken. Prominente Sportler aus der Region geben in loser Folge Tipps, wie Sie die schönsten Wintersportarten auf Schnee und Eis ohne Blessuren überstehen. Wer noch nie auf einem Snowboard gestanden hat, belegt am besten einen Anfängerkurs, rät Martina Berchtold aus Riezlern. Hier geben geschulte Snowboardlehrer Tipps und lernen den Einsteigern das grundlegende Einmaleins des Snowboardens. Ganz wichtig ist, immer locker auf dem Brett zu stehen und dabei leicht in die Knie gehen, sagt die 21-Jährige, die im Jahr 2000 Junioren-Vize-Weltmeisterin im Boardercross war. Durch spielerische Gewichtsverlagerungen auf die Kanten lerne der Anfänger, wie er ohne großen Kraftaufwand den Berg herunter rutschen kann. Laut Berchtold ist es besonders wichtig, gleich zu Beginn richtig fallen zu lernen. Das Verletzungsrisiko würde somit wesentlich sinken. Beim Kurven fahren arbeitet man vor allem mit dem Oberkörper, erklärt die Walserin. Wichtig ist hierbei mit den Armen viel Schwung zu nehmen. Gleichzeitig schiebt der hintere Fuß das Board in die gewünschte Richtung. Geht es zum Liften, erlebt mancher Anfänger große Überraschungen. Was oft so einfach aussieht, entpuppt sich schnell als richtig kompliziert. Hier rät die Profi-Boarderin keine hastigen Bewegungen zu machen und zu versuchen, das Gleichgewicht über den Mittelpunkt des Bretts zu halten. Probleme kann es geben, wenn die Bindung nicht richtig eingestellt ist. Bevor diese montiert wird, sollte ein Fachmann auf jeden Fall testen, ob der linke oder rechte Fuß vorne auf dem Snowboard steht. Auch der Bindungswinkel ist entscheidend.

Je nach Art des Snowboards steht man entweder relativ quer oder schräg versetzt. Bei den Schuhen entscheiden sich die meisten Anfänger für die bequemen Softboots. Sportliche Alternative und stark mit den gewöhnlichen Skischuhen verwandt sind so genannte Hardboots. Sie werden vor allem von Fahrern gewählt, die Raceboards fahren und für schnelle Abfahrten einen besonders festen Halt in den Schuhen brauchen. Bei der Brettwahl empfiehlt Berchtold ein so genanntes Freeride-Board, was im Grunde der Allrounder unter den Snowboards ist. Übung macht den Meister Neben warmer, Wasser abweisender Kleidung sollte ein Neuling auch feste Handschuhe wählen, mit denen die Handgelenke durch Protectoren stabilisiert sind. Ein zusätzlicher Schutz sind auch Helme, die gerade für Anfänger besonders wichtig sind. Wenn ich mir Brett, Bindung, Schuhe und Kleidung zulege, muss ich locker mit rund 800 Euro rechnen, sagt Expertin Berchtold. Allerdings kann ein Einsteiger auch auf ein gebrauchtes Brett ausweichen, wobei die Bindung meist schon im Preis enthalten ist. Erfüllt auch seinen Zweck und ist um einiges billiger, erklärt die Walserin. Ihrer Meinung nach können Kinder schon mit sechs Jahren mit dem Snowboarden beginnen. Nach oben hin gibts es keine Altersgrenze. Dennoch sollte man bedenken, dass bei diesem Sport besonders die Innenbänder am Knie stark belastet werden. Wie bei jeder anderen Sportart laute auch beim Boarden das Motto:Übung macht den Meister. Im Klartext also: So viel wie möglich fahren und von anderen abschauen. Dann steht dem Pistenspaß nichts mehr im Weg, sagt Berchtold. In unserer Serie bisher erschienen sind Beiträge über Eiskunstlaufen (17.1.) und Skilaufen (23.1.)

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