Hilferuf des Tierheimes gehört

Binnen kurzem 8000 Euro Spenden und neue Mitglieder Westallgäu/Lindau (pem). Der Hilferuf des Lindauer Tierheimes ist nicht unerhört geblieben. Mehr als 8000 Euro an Spenden hat der Tierschutzverein binnen weniger Wochen bekommen, zudem 41 neue Mitglieder. 'Mit so einer Reaktion haben wir nicht gerechnet', sagt die Vorsitzende Edith Krammel. Die Finanznot des Tierheimes ist damit freilich noch nicht behoben.

Edith Krammel hatte vor vier Wochen auf die akute Notlage des Tierheimes aufmerksam gemacht. 175000 Euro kostet der Betrieb des Hauses trotz sparsamer Führung im Jahr. Vor allem für Personal, Futter, tierärztliche Versorgung und den Gebäudeunterhalt fallen Ausgaben an. Die laufenden Einnahmen des Vereins reichen einschließlich Spenden nicht, um die Kosten zu decken. Auf die Entwicklung weist die Vorsitzende Edith Krammel seit fast einem Jahrzehnt hin. Dramatisch wird die Lage ab Oktober. Dann sind die Rücklagen des Vereines aufgebraucht: Auf das nächste Jahr gerechnet fehlen 30000 Euro. Morgens 1000 Euro gespendet Auf die Notlage hat die Bevölkerung reagiert. 'Am Tag als der erste Zeitungsbericht erschienen ist, stand morgens um 7 Uhr eine Frau mit 1000 Euro bei mir vor der Türe', erzählt die Lindenbergerin Edith Krammel. Zahlreiche Spenden zwischen zehn und mehreren hundert Euro folgten. Vor allem Privatleute, dazu einige Firmen öffneten ihre Kasse und griffen dem Tierheim unter die Arme. 'Wir hatten nie mit so einer Resonanz gerechnet', sagt Edith Krammel. Erfolgreich ist auch die Suche nach neuen Mitgliedern verlaufen. 41 Bürger sind in den Verein eingetreten, zahlen künftig 24 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr (beziehungsweise 12 für Schüler und Senioren und 30 für Familien). Bemerkenswert: Obwohl das Tierheim in Lindau beheimatet ist und mit Hilfe eines Lindauer Industriellen (Dr. Felix Wankel) aufgebaut worden ist, kommt ein großer Teil der Hilfe aus dem Westallgäu und nicht aus der Kreisstadt am Bodensee. Davon, was mit dem Geld geschieht, kann sich übrigens jeder selber überzeugen. Der Lindauer Tierschutzverein pflegt in Sachen Finanzangelegenheit eine ungewöhnliche Offenheit. Edith Krammel: 'Vor jeder Generalversammlung liegen die Bücher drei Wochen lang im Lindauer Tierheim auf. Da kann jeder sehen, was mit seinem Geld passiert'.

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