Herbert Spingler trainiert den FCL

Neuer Übungsleiter sieht eine 'sehr gute Perspektive' des Vereins und setzt auf Offensivfußball Lindenberg (sen). Bei den Fußballern des FC Lindenberg steht ein neuer, sportlich sehr kompetenter Mann an der Seitenlinie. Herbert Spingler, vormals Erfolgstrainer beim und Vorsitzender des FC Kempten übernimmt ab Juli das Training der ersten Mannschaft..

'Als ich erfahren habe, dass der FC Lindenberg in der zweitletzten Klasse kickt, habe ich mich natürlich schon gefragt, ob ich das verwirklichen kann, was ich mir vorstelle. Aber Günther Schupp, Thomas Klemisch und Willi Giray haben meine Zweifel schnell ausgeräumt.' Herbert Spingler ist eigentlich andere Fußballklassen gewohnt als die Kreisliga A, in der der FCL ab der kommenden Saison spielt. Trotzdem wagt der 55-Jährige den Sprung ins kalte Wasser, um die Bergstädter sportlich wieder nach oben zu bringen. Noch vor dem offiziellen Trainingsbeginn Anfang Juli präsentierte sich der Altusrieder seinem Team, um, wie er sagt, 'diejenigen, die den FCL verlassen wollen, doch noch zum Bleiben zu bewegen.' Solche Wackelkandidaten sind laut Spielleiter Thomas Klemisch noch Marco Marte und Matthias Schlierenzauer, der in Verhandlungen mit dem FC Wangen steht. Endgültig den FCL verlassen haben Tobias Karg (FV Weiler), Patrick Wilhelm, Oliver Lingg (beide FC Scheidegg), Michael Riechel (Amtzell), Jozo Strinic (Trainer TSV Opfenbach) und Ralph Ried (Trainer TSV Heimenkirch). Verstärkt wird der FCL in der kommenden Saison durch Christian Müller vom SV Eglofs und Jochen Färber, der zuvor beim FC Wangen kickte. Zwei Spieler, die für Herbert Spingler wie gerufen kommen. 'Sie passen gut in mein Konzept, aus alten Hasen und jungen, hungrigen Spielern eine schlagkräftige Truppe zu formen, die nicht nur sportlich sondern auch menschlich ein verschworener Haufen werden soll', sagt der dreifache Vater. An seinen Arbeitsstil werden sich die Kicker allerdings erst gewöhnen müssen. Anders als seine Vorgänger legt Herbert Spingler großen Wert auf technisches Training und taktische Schulungen an der Tafel. 'Es soll kein Hauruck-Fußball mehr gespielt werden. Jeder Spieler geht mit einem klaren Konzept auf den Platz und darf nichts dem Zufall überlassen. Wir wollen ganz einfach schönen Offensiv-Fußball bieten', beschreibt der Übungsleiter seinen Stil. Um seine Vorstellungen auch verwirklichen zu können, setzt Spingler auf eine harte Vorbereitung: 'Wir müssen die ersten drei Wochen sehr intensiv trainieren, denn nur dadurch schaffen wir die Grundlagen für eine optimale Vorrunde.' Vorbereitungsspiele gegen den SV Vogt, den SV Maierhöfen und den TSV Oberstaufen sowie ein geplantes Trainingslager in Sonthofen sollen sein Team fit für den Saisonauftakt am 15. August machen. Personell würde er sich noch 'den ein oder anderen Stürmer wünschen', aber seine Hauptaufgabe sieht der neue Trainer darin, die bestehenden Schwächen im Abwehrbereich auszumerzen. Er hofft, dass vielleicht schon in der kommenden Saison, Spieler aus der eigenen A-Jugend in die 'Erste' eingebaut werden können. Spingler: 'Der Verein hat in dieser Hinsicht eine sehr gute Perspektive.'Spinglers sportlicher Lebensweg ist eng mit dem FC Kempten verbunden. Er bestritt 500 Spiele für die erste Mannschaft, war als Spielertrainer in der Bezirksliga tätig, schaffte den Aufstieg in die Landesliga, übernahm dann die A-Jugend, wechselte schließlich zum Bezirksligisten Marktoberdorf und führte dann die B-Jugend des FC Kempten in die Bayernliga. Als Vorstand des FCK übernahm er noch das Training der FCK-Reserve und bewahrte seine Mannschaft, die sechs Spieltage vor Schluss noch auf einem Abstiegsplatz stand, doch noch vor dem Gang in die nächstuntere Liga.

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