Obergünzburg / Ostallgäu
Heimplätze für Senioren bald teurer

Die drei Seniorenheime des Landkreises Ostallgäu sind sehr gut ausgelastet. Fast alle 240 Plätze waren 2009 das ganze Jahr über voll belegt. Und wie in den vergangenen Jahren, so sollen auch heuer wieder positive Betriebsergebnisse erzielt werden, die die Kreiskasse nicht belasten. Für die Heime in Obergünzburg und Waal sollen allerdings die Pflegesätze in Verhandlungen mit der Regierung von Schwaben angehoben werden, berichtete Kreiskämmerer Hermann Thoma im Sozialausschuss. Für das Buchloer Heim soll eine Erhöhung erst nach der Sanierung kommen. Diese startet heuer und wird zu einem großen Teil aus den Rücklagen finanziert.

Vorrang für Ostallgäuer

Als Gründe für die anstehende Erhöhung nannte Thoma höhere Personal- und Energiekosten. Der Kämmerer legte den Mitgliedern des Sozialausschusses die Wirtschaftspläne der Heime vor, die jeweils ein Volumen zwischen 2,2 und 2,7 Millionen Euro im Erfolgsplan haben. Der Ausschuss billigte die Entwürfe, denen nun noch der Kreistag zustimmen muss.

Auf Nachfrage von Wolfgang Eurisch (CSU) erklärten Hermann Schott und Karl Gebler von der Heimverwaltung, sie hätten immer wieder viele akute Anfragen nach einem Krankenhausaufenthalt von Senioren. Begehrt seien vor allem Einzelzimmer, auf die nun auch in Buchloe alles umgerüstet werde. Insgesamt gebe es aber ein ausreichendes Angebot - auch durch die Heime anderer Träger. Gebler betonte, Senioren aus dem Ostallgäu hätten bei den kreiseigenen Einrichtungen Vorrang.

Doch etwa in Waal seien auch viele Bürger aus dem unmittelbar benachbarten Fuchstal (Kreis Landsberg) untergebracht.

Die Wirtschaftspläne der Heime beinhalten auch die Sanierung und Erweiterung des Pflegeheims Buchloe (derzeit 85 Pflegeplätze). Im Frühjahr sollen die Arbeiten für den Erweiterungsbau starten. In einem weiteren Bauabschnitt wird das bestehende Gebäude saniert und aktuellen pflegerischen Bedürfnissen angepasst. Insgesamt sollen die Maßnahmen 7,5 Millionen Euro kosten. Dafür werden heuer 2,5 Millionen Euro aus der gemeinsamen Rücklage der drei kreiseigenen Pflegeheime entnommen.

Viel Lob für Arbeit in Heimen

Kreisrat Johann Hartmann (FW) äußerte sein Unverständnis über frühere Vorwürfe der Grünen zu Mängeln in der Pflege: «Wir haben hervorragende Heime im Ostallgäu.» Auch Irmgard Ablasser (CSU) betonte, das Personal leiste eine sehr gute Arbeit. Wolfgang Gerum (FW) bezeichnete die Unterstellungen von Seiten Grüner Kreisräte in früheren Sitzungen als «Unverschämtheit».

Landrat Johann Fleschhut bestätigte den Kreisräten, dass die «pauschalen Vorwürfe» bisher nicht belegt werden konnten. Wenn es Versäumnisse gebe, spreche man diese offen an. Zudem würden die Heime regelmäßig geprüft. Fleschhut verwies aber auf den Schaden: «Solche unbedachten Anwürfe kratzen am Image dieser Häuser.» (vit)

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