Pfronten
Hat «Hirschgau» noch eine Chance?

Im Juli hat der Pfrontener Gemeinderat den «Hirschgau» abgelehnt - die Ergänzung der Diskothek «Hirsch Inn» um Einrichtungen wie eine Schaukäserei und einen Wohnmobilstellplatz. Jetzt kommt neues Leben in das Vorhaben. Wie Joachim Wohlfart als Vertreter der Betreiberfamilien und Bürgermeister Beppo Zeislmeier bestätigten, laufen derzeit Gespräche zwischen der Gemeinde und den Diskotheken-Betreibern. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen oder in dessen Klausur wolle er die Meinung der Räte noch einmal ausloten, so Zeislmeier.

Deren Kritik hatte sich im Juli vor allem am geplanten Wohnmobilstellplatz wegen dessen Nähe zum TSV-Sportgelände sowie an der Schaukäserei entzündet. Bei dieser überwiege der Verkauf, so die Kritik. Sie mache damit bestehenden Geschäften Konkurrenz und könnte eventuell später in einen Verkaufsmarkt umgewandelt werden. Das lasse sich rechtlich in einem Vorhaben- und Erschließungsplan ausschließen, betonte dazu jetzt Bürgermeister Zeislmeier. Und auch den Wohnmobilstellplatz hält er durchaus für machbar.

Warten auf ein Signal

«Wir brauchen dieses Jahr noch ein Signal: Wie geht es weiter», sagte Joachim Wohlfart zu den Planungen rund um die Pfrontener Diskothek. Zumal eine Änderung des Bebauungsplans ohnehin nötig sei, um Abstell- und Kühlräume sowie Stellplätze für Container schaffen zu können.

Sollte aus den Ergänzungen für das «Hirsch Inn» nichts werden, würden die Betreiberfamilien wohl über einen Verkauf nachdenken, so Wohlfart. «Wir machen nicht einfach weiter wie bisher.»

Dabei zieht er ein durchaus positives Fazit des ersten Jahres der Pfrontener Diskothek. Bis auf den Sommer, in dem man eventuell kommendes Jahr schließe, sei man mit der Resonanz zufrieden. Die Besucher stammten dabei vorwiegend aus der Region, Touristen seien kaum darunter. Der Wunsch der Betreiber, dass sich im «Hirsch Inn» Jung und Alt träfen, habe sich erfüllt, freut sich Wohlfart.

Dass man dort «auch andere Veranstaltungen machen» könne, sei erfreulich: Beispielsweise finde die Max-Eichhorn-Combo mit ihren Jazzdarbietungen ein Publikum und sei die Salsa-Nacht «eine der besten Samstage im Jahr» gewesen. Bis aus Kempten und Buchloe seien die Besucher angereist und hätten «bis in die Puppen» getanzt. Im März zeigte eine Modenschau Pfrontener Boutiquen, dass sich die gute technische Ausstattung des «Hirsch Inn» sich vielseitig nutzen lässt.

Das wolle man künftig verstärkt nutzen, so Wohlfart. Beispielsweise für Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern, aber auch für Firmenveranstaltung. So habe jüngst das «Hirsch Inn» eine Veranstaltung für die Besucher einer Brauerei-Tagung in Füssen beherbergt.

Kleinkunst und zwanglose Musikantentreffen etwa unter dem Motto «Blasmusik trifft Hip-Hop» sind weitere Trends, die man in der Diskothek aufgreifen wolle, sagt Wohlfart.

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