Halbe oder gar zwei Millionen?

Kempten(sf). - Sinkende Steuereinnahmen drohen auch heuer wieder ein Loch in die städtische Haushaltskasse zu reißen. Wie der neue Finanzreferent Günter Reimann jetzt im Finanzausschuss erläuterte, könnten zwischen einer halben und zwei Millionen Euro weniger in die Kasse fließen, als bei der Aufstellung des Kemptener Etats angenommen. Die jüngste bundesweite Steuerschätzung brachte es an den Tag: Auch heuer müssen Bund, Länder und Kommunen mit geringeren Einnahmen rechnen als geplant. Heruntergerechnet auf Kempten bedeute dies laut Reimann rund 500000 Euro weniger im Stadtsäckel.

Im Einzelnen: beim Einkommensteueranteil 310000 Euro weniger (insgesamt 18,65 Millionen), bei der Gewerbesteuer 230000 weniger (23,8 Millionen), beim Anteil an der Umsatzsteuer über 30000 weniger (4,1 Millionen) und nur bei der Grundsteuer B ein Plus von rund 80000 (8,7 Millionen). Soweit die Schätzung. Noch schlimmer sieht nach Reimann derzeit die Realität aus - was die Gewerbesteuer betrifft. Denn rechne man die Steuerabgaben, die von den örtlichen Unternehmen bis zum 31. Mai als Vorauszahlungen eingingen, hoch auf das ganze Jahr, würden unterm Strich sogar rund zwei Millionen Euro fehlen. Wobei das Finanzreferat hofft, dass sich die wirtschaftliche Situation der Kemptener Firmen bis Jahresende noch verbessert. 'Auf jeden Fall müssen wir den Konsolidierungsprozess fortführen', mahnte der Referent schon mal vorsorglich an.

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