Buchloe
«Habe mich auf der Bühne wohlgefühlt»

Als Olga Weimann die Bühne in der Kemptener Big-Box über die lange Show-Treppe betrat, schenkten ihr die knapp 2000 Zuschauer einen donnernden Applaus. Die 24-jährige Buchloerin war zumindest für diesen kleinen Moment ein gefeierter Star. So wie ihr Gegenüber auf der Bühne, der deutsche Swing- und Jazzsänger Roger Cicero.

Weimann hatte sich an einem Wettbewerb beteiligt, bei dem ein Duettpartner für Cicero bei dessen Konzert in Kempten gesucht worden war, und hat gewonnen (wir berichteten). Im Vorfeld noch richtig nervös, erzählt sie wenige Tage nach dem großen Auftritt ganz entspannt: «Ich habe mich auf dieser riesigen Bühne total wohlgefühlt.» Den ganzen Tag durfte die Buchloerin in der Veranstaltungshalle mit Cicero und dessen Bühnencrew verbringen.

Zunächst wurde ihr die Big-Box gezeigt, anschließend folgte der Soundcheck. Einige Male probte Cicero dabei gemeinsam mit Weimann den abendlichen Auftritt, inklusive fachmännischer Tipps. «Er war sehr natürlich und nett. Genau so, wie ich es erwartet habe», sagt die 24-Jährige.

Nach einem gemeinsamen Abendessen begann das lange Warten. Der Sänger präsentierte fast drei Stunden lang Songs aus seinem aktuellen Album «Artgerecht» sowie Klassiker und Hits aus den vergangenen Jahren. Im ersten Teil des Konzerts noch alleine mit der elfköpfigen Big Band. Weimann saß zu diesem Zeitpunkt mit Familie und Freunden ganz vorne an der Bühne. «Ich habe die erste Hälfte richtig genießen können, trotz der Aufregung und der Anspannung», erzählt sie.

Dann begann die 20-minütige Pause und für Weimann standen die letzten Vorbereitungen an. Schnell in die Garderobe, umziehen, dann hinter die Bühne, wieder warten. Zunächst riss Cicero die Besucher noch einmal solo von den Sitzen. Es wurde mitgeklatscht, mitgewippt, mitgetanzt. Mitte des zweiten Programmteils bat er schließlich das Publikum, Weimann mit lautem Beifall ein wenig die Angst zu nehmen.

Erst stimmte er sein Lied «Seine Ruhe» alleine an, dann durfte Weimann mit dem Refrain ran. «Die beste Medizin gegen Aufregung ist singen», meinte Cicero. Und das habe tatsächlich geholfen, sagt die Buchloerin. Am Ende ihres knapp eineinhalb Minuten langen Auftritts gaben die Beiden zusammen ihr Bestes. «Mit so tollen Musikern zu spielen, ist klasse. Sie beherrschen ihr Handwerk und erleichtern einem vieles. Das hört sich sehr gut an», resümiert die 24-Jährige ihre Premiere im Rampenlicht. Es sei ein «irres Gefühl», von der Bühne aus mitten in die Menschenmenge zu blicken.

Auch der 39-jährige Musiker zollte Weimann großen Respekt. Mit einem Blumenstrauß verabschiedete er seine Duettpartnerin. Arm in Arm begleitete er sie von der Bühne und flüsterte ihr dabei lobende Worte ins Ohr. Nur das ausführliche Experten-Urteil nach dem Konzert blieb aus. «Ich habe ihn nicht mehr getroffen», sagt Weimann. Wegen des starken Schneefalls machten sich Cicero und sein Team sofort auf in Richtung München - der nächsten Tourneestation.

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