Gute Laune unter blauem Himmel

Von Markus Frobenius, Kaufbeuren - Anders als beim Gablonzer Bürgerfest vor einigen Wochen war Petrus beim Kaufbeurer Stadtfest gnädig - und sorgte für einen klaren, blauen Sommerhimmel. Und so kamen denn auch zwischen 'sechs und zehntausend Bürger', schätzt Stadtmanager Olaf Raffel, aus nah und fern, um das große Fest in der Altstadt zu genießen (siehe auch Sonderseite). Zahlreiche Verbände, Vereine, Gruppierungen, Gewerbetreibende und Kulturschaffende hatten unter der organisatorischen Federführung von Raffel das Stadtfest auf die Beine gestellt. Mehr war wohl kaum noch möglich: Fast in der gesamten Altstadt gab es Aktionen, Bühnen und Auftritte. Menschenmassen strömten durch die Schmiedgasse und in der Oberen Kaiser-Max-Straße sorgten die Gastwirte für echte Biergarten-Atmosphäre. Auf der dortigen Bühne gab es Taekwondo zu sehen und die 'Bikerband' oder 'Pura Vida' zu hören. Ob eine Hundeolympiade in der Schmiedgasse, Töpfern und Basteln im Kaisergässchen, Autopräsentationen verschiedener Autohäuser in der Leder- und Schmiedgasse, Torwandschießen in der Unteren Kaiser-Max-Straße oder eine Schlemmerecke am oberen Ende: 'Der Handel hat sehr viel geboten', zeigte sich Raffel angetan. Rockmusik vom Stadtjugendring vor der Dreifaltigkeitskirche wies auf den 'Actionday' auf dem Kirchplatz hin. Kinder durften mit der Handpumpe bei der Jugendfeuerwehr löschen, konnten bei der Fischereijugend angeln oder bei der Jugend des THW ein Pumpensystem bewundern. Dazu gab es einen Spiele-Parcours, eine Bierkasten-Rutsche. Pfadfindergruppen, Mobiku oder der Turnverein Kaufbeuren präsentierten witzige und geistreiche Spiele. Der Trachtenverein D'Wertachtaler gab Tanzvorführungen, die Tänzelfestknabenkapelle Konzerte und Anam Cara zeigte Jonglagen und Artistik. Abends glänzten sie noch mit Feuerspucken und Fakirnummern. Mit Raffel auf den Schultern lief einer der Artisten über Scherben. 'Er hat sogar ein bisschen geblutet.

Das war also alles echt', so der Stadtmanager über seinen Träger. 'Einfach Schmerzen in Freude umwandeln', gab Michael Scheidl von Anam Cara sein Geheimnis preis. Am Hafenmarkt, wo das Allerweltsfest stattfand, wehten italienische Fahnen, lag der Duft von asiatischer Küche in der Luft und lauschten die Menschen auf den Bierbänken griechischen Sirtaki-Klängen. Dazu kamen verschieden Musikgruppen oder farbenfrohe Tänze der Palamar-Tanzgruppe. Auf dem Obstmarkt roch es nach Stroh, saßen Kinder auf Pferden, wurde zu Countrymusik der Gruppe 'Knapp ein Jahr' Squaredance getanzt und waren viele Cowboys unterwegs. Der Teufelsgeiger der Band fidelte dabei sogar mal auf einem Pferderücken. Nur wenige Meter weiter vermischte sich die Countrymusik mit südamerikanischen Klängen und Marimbaphon-Klängen. Eine weitere Attraktion war das XXL-Menschenkickerturnier in der Kaiser-Max-Straße. Bei hohen Temperaturen wurde der Standfußball der Beteiligten schweißtreibend. Im Endspiel setzte sich der FC Ebenhofen nach einem 1:2 Rückstand mit 4:3 gegen die Titelverteidiger 'Wertachbären' durch. Aber auch der zweite Platz sei ein Gewinn, sagte schweißgebadet 'Schurli' vom Vorstand der 'Wertachbären'. Das Prominentenspiel ESV Kaufbeuren gegen die '5Knopfstürmer' bei denen auch Zweiter Bürgermeister Gerhard Bucher und die Stadträte Werner Stumpe und Ernst Schönhaar mitspielten, gewann der ESVK 9:5. Die Prominenten zeigten sich in der Niederlage als faire Verlierer: 'Alles blieb ruhig' versichert Stefan Grudnik, einer der Moderatoren von Radio Ostallgäu. Das Stadtfest wurde durch die Zugtaufe (siehe eigenen Artikel) und die Gefängnisführung auch außerhalb des Stadtkerns ergänzt. Insgesamt sei das Fest 'super' angekommen, findet Raffel. Auch die Geschäftswelt sei mit dem Fest 'zufrieden' und insgesamt habe es 'keinerlei Probleme' gegeben.

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