Güscho schreibt Erfolgsgeschichte

Unterthingau/Füssen (cl). - Allen Grund zu feiern hatte die Firma 'Güscho' mit Sitz in Unterthingau und einer Zweigniederlassung in Füssen: Die 50-jährige Erfolgsgeschichte eines mittelständischen Unternehmens mit Option auf eine erfolgreiche Zukunft. Mit Günter Schomacker als Seniorchef von altem Schrot und Korn an der Spitze, der sein Feld wohl bestellt an seinen Enkel Andreas Kapp übergab und einer Mitarbeiterfamilie, in der jeder Einzelne noch als Individuum geachtet und nicht als Nummer geführt wird. Für die musikalische Unterhaltung sorgte am Festabend im 'Haus Hopfensee' die Musikkapelle Unterthingau. Die Erfolgsgeschichte 'Güscho' begann 1954, als der aus Ostpreußen stammende Günter Schomacker als Handelsvertreter mit einem Feinkostunternehmen in Sonthofen begann und seine ersten Kunden mit Mayonnaise in Steinguttöpfen belieferte. In den 60er-Jahren setzte er auf Tiefkühlkost, der erste Artikel 'Pommes frites' war gleich ein Renner. Ermutigt durch den Erfolg wurde das Sortiment stetig erweitert, der Firmensitz zunächst nach Durach und 1973 endgültig nach Unterthingau verlegt. Ins selbe Jahr fiel die Gründung der Tiefkost-Allianz TIFA, an der Schomacker entscheidenden Anteil hatte und unter deren Dach heute rund 50 Fachgroßhändler vereint sind.

Vom Tellerwäscher zum Millionär In seiner Laudatio zeichnete Manfred Rück, ehemaliger TIFA-Vorstandsvorsitzender, von Schomacker das Bild eines mittelständischen Unternehmers, der als fairer Geschäftspartner mit exzellenten Fachkenntnissen in der Branche hohe Anerkennung genießt. 'Sie haben gezeigt, dass man auch in Deutschland vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen kann - vorausgesetzt man bringt den nötigen Fleiß, Mut, die Ausdauer und das Gefühl für den Markt mit', stellte Rück fest. Schomacker habe immer das Bestreben gehabt, 'die Nase vorn zu haben'. Rück fügte hinzu: 'Bei ihm hatte Mittelmäßigkeit keine Kultur'. Seinem Nachfolger Andreas Kapp bescheinigte er, bisher 'einen guten Job' gemacht zu haben. Er habe es verstanden, Bewährtes zu bewahren und Neues zu entwickeln. 'Sie sind kein Compergesteuerter, der das Arbeiten verlernt hat - sie haben Visionen', machte er Kapp Mut, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Füssens 2. Bürgermeister Walter Ganseneder dankte 'Güscho' für den mutigen Schritt, 1998 eine Niederlassung in der Lechstadt zu gründen, für ihn 'ein Hoffnungsschimmer in schwerer Zeit'. Unterthingaus Bürgermeister Georg Rauch würdigte den Firmengründer als großen Förderer des Sports und des Gemeinwesens, der es mit viel Geschick verstanden habe, den Generationswechsel in der Firmenführung herbeizuführen. Mit einem 'Vergelt's Gott' bedankte sich Günter Schomacker bei seinen treuen Kunden und Mitarbeitern, die ihn auf einem Weg begleitet haben und 'nicht immer ein Honiglecken war'. Er bedauerte das heutige 'Ich-Denken' in der Gesellschaft, bei dem letztendlich die Menschlichkeit auf der Strecke bleibe. Er verabschiedete sich von seinen Gästen im vollbesetzten Saal des 'Haus Hopfensee' mit den Worten: 'Ich verlasse nun die Kommandobrücke und wünsche mir, dass mein Nachfolger auf hoher See den Kurs halten kann und das Schiff in meinem Sinn weiterführt'.

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