Schwangau
Grünes Licht für «Rübezahl»

Der Schwangauer Gemeinderat hat die Weichen für die umstrittene Erweiterung des Hotels Rübezahl gestellt: Mit 11:5 Stimmen sprachen sich die Räte für die geplante Aufwertung zum Fünf-Sterne-Betrieb aus und stimmten dem geänderten Flächennutzungsplan sowie dem Bebauungsplan zu. Das Projekt stößt aber weiter auf massiven Widerstand bei Nachbarn: «Im Falle einer Genehmigung werden wir eine Normenkontrollklage beantragen», kündigten Einzelne an.

Ob Lärm durch Fahrzeuge, Wertverlust der Grundstücke, Verkehrschaos oder Parkplatznot: Erneut äußerten Nachbarn bei der Öffentlichkeitsbeteiligung, deren Ergebnisse nun im Rat verlesen wurden, Bedenken gegen die geplante Erweiterung.

Bei der Gebäudehöhe konnten sie nun einen Erfolg erzielen: «Die maximale Giebelhöhe ist jetzt festgeschrieben», berichtete Planer Gernot Frenz im Rat. Denn zuvor hatten Bürger bemängelt, dass die Gebäude laut Bebauungsplan bis zu 12,50 Meter hoch werden könnten - das Ortsbild Horns würde dadurch zerstört. Die Firsthöhe wurde nun auf maximal 9,85 Meter für das erste Haus festgesetzt, für die beiden anderen Häuser sind es 9,32 Meter.

Wie berichtet, hatte Erhard Thurm betont, dass nur zwei der drei geplanten Gebäude entstehen sollen (Grafik). Zwischenzeitlich hat dieser die Eigeninitiative ergriffen und am Wochenende ein Phantomgerüst aufgestellt - wie es zuvor mehrfach von Nachbarn gefordert wurde.

«Alle Gruppierungen im Gemeinderat haben sich für eine Qualitätsverbesserung ausgesprochen», fasste Peter Helmer die Mehrheitsmeinung im Rat zusammen. Zwar wüssten alle, dass «es bessere Lösungen gibt», der Bauwerber habe aber schließlich keine andere Möglichkeit zur Erweiterung. «Diese Planung ist sehr verhältnismäßig und passt gut nach Horn», sprach sich auch Martin Mielich zugunsten der Erweiterung aus. Doch nicht bei allen Räten verstummte die Kritik: «Ich sehe das anders. Die Bürger wollen das nicht, weil es zu massiv ist», sagte Robert Berchtold.

Auch Roman Seider äußerte sich kritisch: «Die Bürger vertrauen sich den Gemeinderäten an» - für jede Sorge der Bürger werde aber schnell ein Argument gefunden, wie man es «platt machen kann», schüttelte der Gemeinderat den Kopf.

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