Grünes Licht für neues Baugebiet

Biessenhofen/Ebenhofen (kg). - Im Herbst soll es mit der Erschließung für ein neuen Wohngebiet in Ebenhofen Ernst werden: Der Biessenhofener Ortsteil wird sich dann auch mit Wohnhäusern über die Bahnlinie nach Westen hin entwickeln. Verzögert hat sich das Verfahren durch einen Lärmschutzwall, dem auch der Gemeinderat nun im Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan zustimmte. Festgesetzt wurde zudem die Satzung für den einfachen Bebauungsplan 'Schwabenstraße' in Ebenhofen. In Anwesenheit von Gernot Frenz von der Kreisplanungsstelle beim Landratsamt Ostallgäu hatte der Biessenhofener Gemeinderat über die beiden Bebauungspläne für Ebenhofen zu befinden. Nach eingehenden Erläuterungen. Beratungen und Diskussion fasste das Gremium zum Bebauungsplan 'Ebenhofen - westlich der Bahnlinie' den Billigungs- und Auslegungsbeschluss. Beim einfachen Bebauungsplan 'Ebenhofen/Schwabenstraße' beschloss der Gemeinderat die Satzungen.

Streitfall Lärmschutzwall Der von der Immissionsschutzbehörde geforderte Lärmschutzwall entlang der Bahnlinie ist der Grund, weshalb die Planung für das Baugebiet erst jetzt konkrete Formen annimmt. Das Areal wurde nämlich schon bei der Flurbereinigung und später im Flächennutzungsplan für eine Wohnbebauung vorgesehen. 'Trotz jahrelanger Bemühungen, den Lärmschutzwall wegen übermäßigen Landverbrauchs und Verteuerung der Erschließungskosten zu streichen, müssen wir nun doch in den sauren Apfel beißen, obwohl östlich der Bahn die Häuser teils bis an den Schienenstrang gebaut sind', beklagte Bürgermeister Erwin Fahr. Man solle den Lärmschutz positiv betrachten, meinte hingegen Frenz. Der Wall mit 2,5 Meter Höhe biete Schutz und Wertverbesserung für die Grundstücke. Der Planer verwies darauf, dass den Grünordnungsgrundsätzen Rechnung getragen worden sei und dass man Ausgleichsflächen an der Wertach geschaffen habe. 'Die Qualität eines Baugebiets beruht auf der Grünordnung' so Gernot Frenz und nahm Stellung zu Fragen von Gemeinderat Dieter Frisch über die Gestaltung des Lärmschutzwalles und der südlichen Ortsrandbegrünung. Frisch forderte zudem so wenig wie möglich versiegelte Flächen im Baugebiet. Auf die Frage nach dem Beginn der Erschließungsarbeiten meinte Frenz, dass die Verwaltung das Verfahren in rund drei Monaten durchziehen will, um im Herbst mit der Erschließung zu starten. Damit wolle man auch Bauwilligen entgegenkommen, die wegen einer möglichen Änderung der Eigenheimzulage bald loslegen wollen.

Zahl der Wohneinheiten Beim Bebauungsplan Ebenhofen - Schwabenstraße befasste sich der Rat mit den Stellungsnahmen der Träger öffentlichen Belange und der Bürger. Frenz verlas die Stellungsnahmen und die vorgeschlagene Abwägung. Gar nicht anfreunden konnten sich die Ratsmitglieder mit einigen Punkten der Stellungsnahme des Kreisbauamtes. Die Räte bestanden darauf, dass an der vorgesehenen Wohneinheitenzahl verschiedener Grundstücke wie geplant festgehalten wird. Bei den Dachneigungen wurde dem Vorschlag des Amtes zugestimmt, neben einer flachen Dachneigung auch mittelsteile Dächer festzusetzen. Zwei Bürger brachten Einwände hinsichtlich der Kniestockhöhe und der Planung eines Wendehammers vor. Das Gremium entsprach aber den Einwendungen nicht, da zu befürchten sei, dass durch den höheren Kniestock ein drittes Vollgeschoß entsteht. Der Wendehammer kommt nur zum Tragen, falls das betroffene Grundstück rückwärtig bebaut wird.

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