Grünes Licht für neuen Baumarkt

Kaufbeuren (rm). - Nach langen Diskussionen scheint ein glückliches Ende gefunden: Die Firma Kaes (V-Märkte) darf ihren neuen Baumarkt im Innovapark bauen. Der Bauausschuss bewilligte in der jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag des Grundstückseigentümers, der Firma Dobler, einstimmig. Damit ist das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei aus dem Rennen. Das Grundstücksgeschäft macht nun nicht die Stadt, sondern die Firma Dobler. Über diesen Punkt gerieten sich Oberbürgermeister Andreas Knie und Stadtrat Karl-Georg Bauernfeind (CSU) in die Haare (siehe weiteren Artikel). Bereits vor zwei Jahren hatte die Firma Kaes beantragt, einen Baumarkt auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei zu bauen. Der Stadtrat hatte es mehrheitlich abgelehnt, dort ein dafür nötiges Sondergebiet auszuweisen, um die Geschäfte in der Innenstadt nicht zu sehr zu schädigen; zumal für das Gelände der Firma Dobler im Innovapark bereits Baurecht für einen Baumarkt bestand. Zitat Als Stadtplaner begrüße ich die nun gefundene Lösung und halte sie für die richtige.} Stadtplaner Manfred Pfefferle Im Februar dieses Jahres machte die Firma Kaes erneut einen Anlauf bei der Stadt. Wieder ging es darum, einen Baumarkt auf dem Grund der einstigen Stadtgärtnerei zu errichten. Doch dann einigten sich die Unternehmen Kaes und Dobler auf eine Zusammenarbeit. Nun sollen Baumarkt und Gartencenter mit einer Gesamtfläche von fast 9000 Quadratmetern im Innovapark entstehen. Die Firma Dobler beantragte dafür nun bei der Stadt die Änderung des bestehenden Bebauungsplans.

In Absprache mit der Regierung von Schwaben und dem künftigen Betreiber darf der neue Baumarkt eine Verkaufsfläche von 5000 Quadratmetern umfassen. Hinzu kommen knapp 1300 Quadratmeter für innenstadtrelevante Randsortimente (Produkte, die auch in der Innenstadt angeboten werden). Für den Gartenbedarf gibt es nochmals 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche plus rund 1000 Quadratmeter innenstadtrelevante Randsortimente, so dass mit dem Neubau insgesamt knapp 9000 Quadratmeter Verkaufsflächen entstehen. Die Verkaufsflächen der bestehenden Baumärkte in Kaufbeuren summieren sich laut Gutachten von Dr. Manfred Heider auf rund 13500 Quadratmeter. Einen Bedarf für einen zusätzlichen Baumarkt sieht Heider zwar nicht, stuft ihn aber als Bereicherung für Kaufbeuren ein und erwartet sogar, dass dadurch zusätzliche Kaufkraft aus dem Umland in die Stadt fließt. Die bestehenden Baumärkte müssten allerdings mit Umsatzverlusten rechnen. Allerdings werden diese Geschäfte ohnehin reduziert, da die Firma Kaes laut Geschäftsführer Horst Hermann ihren existierenden Baumarkt an der Füssener Straße mit rund 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche nach Fertigstellung des neuen Marktes schließen will. Das Gebäude soll vermietet oder verkauft werden. Die Firma Kaes wolle es jedenfalls selbst nicht weiter nutzen, so Hermann zur AZ. Zum Investitionsvolumen für den Neubau wollte er nichts sagen, da der genaue Bauplan noch nicht ausgearbeitet sei. So stehe etwa noch nicht fest, ob eine Tiefgarage zu bauen sei oder nicht. Wenn alles glatt läuft, möchte Hermann noch heuer mit dem Neubau beginnen. Stadtplaner Manfred Pfefferle hält dies für realistisch, wenn während der nun anstehenden Änderung des Bebauungsplans keine größeren Einwände kommen. Die Änderung ist nötig, da die im gültigen Bebauungsplan festgesetzten Verkaufsflächenobergrenzen durch das Vorhaben 'erheblich überschritten' werden. Beschließen muss dies nach dem Bauausschuss nun auch noch der Stadtrat.

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