Grünes Licht für den Hochwasser-Schutz

Jengen (maf). - Grünes Licht gab der Gemeinderat Jengen in seiner jüngsten Sitzung für den Bau der Hochwasser-Schutzmaßnahmen entlang der Gennach. Mit einigen Anregungen billigte das Gremium die vom Wasserwirtschaftsamt Kempten und einem Planungsbüro konzipierten Vorhaben. Vor allem die Reihenfolge der einzelnen Bauabschnitte und eine möglichst kostengünstige Realisierung lagen den Räten am Herzen. In seine letzte Planungs-Phase tritt nun die praktisch seit Pfingsten 1999 betriebene Hochwasser-Freilegung von Jengen. Derzeit liegen die Planungen, die bei einer Bürgerversammlung ausführlich vorgestellt wurden (wir berichteten), bei der Gemeinde für die Bürger zur Einsichtnahme aus. Zahlreiche Jengener hätten von dieser Möglichkeit schon Gebrauch gemacht, so Bürgermeister Franz Hauck. Auch die so genannten Träger öffentlicher Belange, also Fachbehörden, Fachverbände und eben auch die Gemeinde Jengen als betroffene Gebietskörperschaft, können sich zu dem Vorhaben äußern. 'Bauherr sind nicht wir, sondern das Wasserwirtschaftsamt', stellte Hauck klar.

Erst 'Jengen-Nord' In ihrem einstimmigen Beschluss begrüßen die Räte das Vorhaben ausdrücklich, drängen aber darauf, dass nach Möglichkeit zuerst der Bauabschnitt 'Jengen-Nord' verwirklicht wird, der die Hochwasser-Freilegung im Innerortsbereich von Jengen umfasst. Als zweiter Bauabschnitt solle dann die Sicherung des Gewerbegebietes 'Urbansfeld' im Norden des Ortes folgen. Den geplanten Geschiebefang in Höhe Ummenhofen und weitere Schutzmaßnahmen südlich von Jengen sollten dagegen möglichst noch aufgeschoben werden. 'Die Gemeinde kann ihren finanziellen Anteil schon jetzt kaum bezahlen - egal, wie niedrig er auch sein mag', so der Bürgermeister. Aus diesem Grund haben auch die weiteren Anmerkungen der Gemeinde vor allem den Hintergrund, die Hochwasser-Freilegung möglichst günstig zu realisieren. So soll sich der Freistaat als Träger der an die Gennach direkt angrenzenden Staatsstraße (Kardinalstraße) finanziell an der vorgesehen Spundwand zwischen Fahrbahn und Fluss im nördlichen Ortsbereich sowie dem dortigen Schutzgeländer beteiligen.

Nicht mehr alle Stege ersetzen Weiter legte das Gremium für den Fall, dass in der Ortsmitte eine neue Gründung der Ufermauern notwendig sein sollte, fest, dass unter Umständen nicht mehr alle der bisher vorhandenen Fußgänger-Stege über die Gennach ersetzt werden. Außerdem ist die Kommune nicht bereit, sich an Kosten für notwendige Grundstückskäufe im Zuge der Hochwasser-Freilegung zu beteiligen, da der gesamte Gewässerbereich in den Besitz des Freistaates übergehen soll. Falls jedoch Grundstücke der Gemeinde für den Ausbau benötigt werden, würden diese zur Verfügung gestellt. Weiter liegt den Jengener Räten am Herzen, dass beim Ausbau der Gennach nur dort Flussbausteine verwendet werden, 'wo diese unbedingt notwendig sind'. In den anderen Bereichen soll wiederum vor allem aus Kostengründen das gewachsene Ufer erhalten bleiben. Für die kleineren Dammbauwerke, die vorgesehen sind, solle das Material verwendet werden, das bei der Vertiefung des Gennachbettes anfällt. Notfalls könne auch die Gemeinde aus eigenen Beständen Humus und Kies zur Verfügung stellen. 'Nicht, dass da teuer neues Material angekarrt wird', bemerkte Hauck.

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