Kaufbeuren
Großer Bahnhof für die Kleinen

|agi| Nicolas war begeistert. Von Stand zu Stand und Spiel zu Spiel zog es den Zehnjährigen. «Hier gibt es richtig viel zu tun», sagte er und hofft nun auf einen Anruf. Vielleicht gibts ja den Hauptpreis beim Gewinnspiel. Der 23. Kinderkulturtag zeigte mit seinen zahlreichen Besuchern, dass diese Veranstaltung des Kinderschutzbundes mittlerweile zu einer Institution für Eltern und Kinder in Kaufbeuren geworden ist. In der Aula des Jakob-Brucker-Gymnasiums präsentierten am Samstag gut 20 Verbände, Vereine und Organisationen ihre Arbeit. Über dieses breite Spektrum freute sich Oberbürgermeister Stefan Bosse. «Mit dem Kaufbeurer Kinderschutzbund, der heuer seinen 25. Geburtstag gefeiert hat, sind viele gute Einrichtungen und Projekte verbunden.» Ortsverbandsvorsitzende Birgit Weiss-Brand nutzte ihre Eröffnungsansprache, um Paul Neumann und Wolfgang Hawel für ihr langjähriges Engagement zu danken.

Angebote auch für Erwachsene

Für die kleinen Besucher ist der Spaßfaktor der wichtigste Besuchsgrund für den Kinderkulturtag. Bei ihnen standen die Bastel-, Mal- und Spielangebote hoch im Kurs. Das weiß auch Olivia Schneider vom Landratsamt Marktoberdorf: «Ich bin schon das zwölfte Jahr dabei.» Während sie den Mädchen beim Herstellen der schmucken Perlenketten Tricks verriet, stand Kollegin Doris Schunk den Erwachsenen Rede und Antwort.

Auch Renate Jung von der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren ist schon seit einigen Jahren regelmäßig beim Kinderkulturtag vertreten. Wie nötig die Veranstaltung als Informationsbörse ist, zeigt ihr die aktuelle Situation: «Es gibt immer mehr Kinder mit Entwicklungsverzögerungen», erklärte sie. «Die Kinder sind lebhafter, aber ohne Struktur.

» Diese Energien und Fähigkeiten zu erkennen und sie in die richtigen Bahnen zu lenken, ist das Ziel. Dabei bietet die Frühförderstelle die nötige Unterstützung. Viele Eltern nutzten den Streifzug durch die Aula, um sich Tipps zu holen und ohne Schwellenangst erste Kontakte zu entsprechenden Einrichtungen aufzunehmen.

Spaß machten den Besuchern vor allem die bunten Auftritte in der Mitte der Aula. Dabei bot die ebenerdige Bühne ein Podium für die Tanzkünste der taktsicheren Eleven aus der Tanzschule Palamar, für die zauberhaften Fingerfertigkeiten eines Magiers und für die Einlagen des Nachwuchses von Artistica Anam Cara.

«Bei uns hat der Kinderkulturtag Tradition», so Besucher Uwe Hollmann. Für einen unterhaltsamen Nachmittag mit Tochter Laura (8) und Sohn Niklas (6) sei garantiert, so der Germaringer. Die Gustav-Leutelt-Schule hat ebenfalls vom diesjährigen Kinderkulturtag profitiert. Denn Jugendliche, die im Zuge der Aktion «Stärken vor Ort» an einem Projekt zur Berufsorientierung teilnehmen, zeigten ihr Können. Sie folgten eifrig den Anweisungen von Albert Greiter aus der sozialpädagogischen Praxis Mohring und bastelten Pflanztröge, die im Frühjahr vor der Hauptschule aufgestellt werden sollen.

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