Immenstadt
Granitstein im sozialen Gefüge

30 Jahre Kinderschutzbund Immenstadt und für jedes Jahrzehnt eine Feierstunde: Ein Mammutprogramm erwartete die Geburtstagsgäste im Pfarrheim St. Nikolaus. Aber schließlich ist das Familienzentrum an der Mittagstraße «ein lebendiges Haus», in dem viele Treffen und Gespräche stattfinden. Jede Gruppe präsentierte ihre Arbeit, frische musikalische Akzente setzte die Lehrer-Schüler-Band der Sonthofer Albert-Schweitzer-Schule. In einem waren sich alle Gratulanten einig: Der Kinderschutzbund ist aus dem Städtle und der Region nicht mehr wegzudenken.

«Höchsten Respekt» verdiene die Arbeit des Kinderschutzbundes (KSB), meinte Landrat Gebhard Kaiser. Er lobte vor allem das Engagement der Vorsitzenden Edeltraut Wagner, die zu den 30 Gründungsmitgliedern zählte und sich «für die Kinder aufgeopfert hat wie kaum jemand in unserem Landkreis». Wertvolle Arbeit sei geleistet worden für die Familie, «das Fundament unserer Gesellschaft». Eine Gesellschaft freilich, in der sich die Werte gewandelt hätten, in der Familien mehr und mehr Unterstützung brauchten. Kaiser verstand das durchaus wörtlich und überreichte einen Sonderzuschuss in Höhe von 1500 Euro («für jedes Jahr 50 Euro»). Ulrich Eberl vom Lions-Club Sonthofen konnte das Geschenk auch «zahlen-ästhetisch» noch toppen: Er hatte 3030,30 Euro dabei.

Innovative Angebote

Dr. Renate Hein vom Landesverband Bayern zeigte sich begeistert von den zahlreichen «innovativen Angeboten», die der KSB in Immenstadt im Laufe der Jahre entwickelt habe. Die Initiativen haben sogar zum Teil bundesweit Modelcharakter, betonte Hein. Das soziale Netzwerk, das auf Wagners Anregung im Landkreis entstand, sei «bayernweit beispielgebend». «Als Granitstein» im sozialen Gefüge der Stadt bezeichnete Hubert König, Sozialchef im Städtle, den Kinderschutzbund. «Sie operieren am Nerv der Zeit», so König, nach dem Motto «Eltern helfen heißt Kinder schützen». Wie vielfältig die Arbeit des KSB ist, zeigten schließlich die Gruppen in einem bunten Reigen auf der Bühne. «Eigentlich möchte ich, dass Mama und Papa meine Hausaufgaben machen», hatten Betreuer des «Hausaufgabentreffs» witzige Sprüche gesammelt.

Die Mütter vom «Frühstückstreff» kamen mit ihren «Babys», zu so später Stunde durch Puppen symbolisiert, und berichteten über schlaflose Nächte. Die Leiterinnen der Kurse «Starke Eltern, starke Kinder» rückten mit einem Werkzeugkoffer an und führten mit Hammer und Schraubenschlüssel vor, welches pädagogische «Handwerkszeug» im Familienalltag nützlich ist. Für Lacher sorgte schließlich das Aufbauteam der «Aktionsgruppe», das sich recht lärmintensiv um den Aufbau eines Standes mühte. Schließlich ragte immerhin der große blauweiße KSB-Sonnenschirm in die Höhe.

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