Görisried weist neue Flächen für weitere Bebauung aus

Görisried (id). - Da die Gemeinde dort, wo im Flächennutzungsplan von Görisried Wohnbauflächen ausgewiesen sind, im Moment keine Grundstücke erwerben kann, hat der Gemeinderat jetzt die Änderung dieses Planes beschlossen. Nun sollen an anderer Stelle neue Flächen fürs Wohnen ausgewiesen werden. Gleichzeitig wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Görisried-Ost gefasst. Bürgermeister Georg Kugler erinnerte daran, dass der Inhalt des bestehenden Flächennutzungsplans im Rahmen der Bauleitplanung nur die Gemeinde , nicht aber die Bürger in irgendeiner Weise binde. Die Gemeinde stehe deshalb vor dem Problem, dass im Flächennutzungsplan noch weitere Wohnbauflächen vorhanden seien, diese von der Gemeinde jedoch nicht beplant werden könnten, weil derzeit die Grundstückseigentümer nicht bereit seien, Baugrund zur Verfügung zu stellen. Um nun an anderer Stelle, wo Baugrund zur Verfügung stehe, einen Bebauungsplan aufstellen zu können, müsse der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden. Die vorgesehene Änderung im Osten der Gemeinde, im Anschluss an die Kalvarienberg-Siedlung, wurde von Planer Gerhard Abt vorgestellt. Damit erhalte die Gemeinde die Möglichkeit, dort bei Bedarf sukzessive Baugrund ausweisen zu können. Einstimmig wurde die entsprechende Änderung des Planes beschlossen. Ein Teil dieser so neu gewonnen Wohnbaufläche soll als Baugebiet 'Görisried-Ost' auch gleich beplant werden.

Abt stellte einen möglichen Entwurf des Bebauungsplans vor. Mit einer Gegenstimme wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Görisried-Ost gefasst. Bei der Planaufstellung soll der landwirtschaftliche Verkehr beachtet werden, Wert auf familienfreundliches Wohnen und auf bezahlbare Baugrundstücke mit Einzel- und Doppelhausbebauung gelegt sowie die Möglichkeit der Sonnenenergienutzung berücksichtigt werden. Wie Kugler weiter berichtete, haben insgesamt 20 Görisrieder Bürgerinnen und Bürger, darunter acht Gemeinderäte, am Grundseminar für die Dorferneuerung in Thierhaupten teilgenommen. Dort wurden die Stärken und Schwächen der Gemeinde sowie die künftigen Ziele erarbeitet. Danach soll sich die Gemeinde zukunftsorientiert entwickeln, gleichzeitig jedoch überschaubar und lebenswert bleiben. Grundschule und Kindergarten sollen am Ort erhalten bleiben. Einstimmig fassten die Räte jetzt den Beschluss, die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm zu stellen. Am 1. März soll nochmals ein Workshop mit allen Teilnehmern am Seminar stattfinden. Anschließend soll das Ergebnis in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Denn die Dorferneuerung funktioniere nur, wenn die Bürger hinter ihr stünden und mitarbeiteten, betonte Bürgermeister Kugler. Zum Schluss wies der Bürgermeister noch darauf hin, dass die Klage eines Bürgers gegen den Herstellungsbeitrag für die Wasserversorgung vom Verwaltungsgericht inzwischen abgelehnt worden sei.

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